Elektronik-Kongresse Ecodesign und digital power

Umweltschutz und Energiesparen sind zwei wesentliche Innovationstreiber der Elektronikindustrie. Gesetzliche Mindestanforderungen und Grenzwerte werden inzwischen weit übertroffen. Energie- und Rohstoffeffizienz sind zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren geworden. Mit diesen Themen lockten der Elektronik ecodesign congress und der digital power congress am 11. und 12. Oktober 140 Teilnehmer nach München.

Die europäische Union hat mit den Richtlinien RoHS, WEEE und ErP eine Richtung vorgegeben und immer mehr Staaten folgen dem europäischen Vorbild. Inzwischen ist in Europa die neue Version der RoHS in Kraft. Sie und die weltweiten Gesetze zu Elektro- und Elektronikgeräten waren ein heftig diskutiertes Thema beim 3. Elektronik ecodesign congress in München. Der Kongress startete am 11. Oktober mit Workshops zur CO2-Bilanzierung (Carbon-Footprint) und zur RoHS 2.0, geleitet von Dr. Nils Nissen vom Fraunhofer Institut Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM). Zum RoHS-Workshop gehörte auch ein praktischer Teil über Schadstoffanalytik. Dieter Böhme von Analyticon erklärte das Prinzip der Schnelltests und demonstrierte an Mustern den sinnvollen Umgang mit Handtestgeräten und deren Grenzen.

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3. Elektronik ecodesign congress und 2. digital power congress

Umweltschutz und Energiesparen sind zwei wesentliche Innovationstreiber der Elektronikindustrie.Mit diesen Themen lockten der Elektronik ecodesign congress und der digital power congress am 11. und 12. Oktober 140 Teilnehmer nach München.

In den parallel stattfindenden digital power-Workshops wurde selbst programmiert. Andreas Reiter von Microchip Technology startete vormittags mit den Grundlagen digitaler Leistungsregler. Im Nachmittag-Workshop zeigte er was moderne Regelalgorithmen alles können und wie sie implementiert werden. Ebenfalls am Nachmittag gaben Eric Smith und Chris Young von Intersil eine Einführung in die Entwicklung digitaler Stromversorgungen mit den Controllern und der Software von Zilker Labs..

Die eigentlichen Kongresse starteten einen Tag später am 12. Oktober. Den Elektronik ecodesign congress eröffnete Prof. Dr.-Ing. Andreas Lindemann von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er leitet das Institut für Elektrische Energiesysteme, sein Fachgebiet ist die Leistungselektronik – „grüne“ Schlüsseltechnik, ohne die ein Umbau der Energieversorgung auf dezentrale, regenerative Quellen nutzende „Klein“-Kraftwerke gar nicht möglich ist. Die Leistungselektronik wird im künftigen Stromnetz und in Elektromobilen „grüner“ Schlüssel und Hebel zugleich sein. Sie hilft Energie einzusparen, indem sie Leistung mit hohem Wirkungsgrad genau dosiert, und sie macht die Nutzung von Wind und Sonne zur Stromerzeugung erst möglich.

Nach diesem Ausblick von Prof. Dr. Lindemann teilte sich der Elektronik ecodesign congress in zwei parallele Vortragsreihen – Gesetzgebung, Schadstoffmanagement, Ressourceneffizienz und Recycling sowie Energy Harvesting und Energieeffizenz – bis zum Höhepunkt: der Verleihung des 3. Elektronik Ecodesign-Preises.