Elektronik Ecodesign-Preis 2010 Die Preisträger

Den Pokal des Elektronik Ecodesign-Preises erhält in diesem Jahr die Technische Universität Ilmenau, Prof. Dr.-Ing. Tom Ströhla.
Den Pokal des Elektronik Ecodesign-Preises erhält in diesem Jahr die Technische Universität Ilmenau, Prof. Dr.-Ing. Tom Ströhla.

Zum zweiten Mal hatte die Elektronik junge Ingenieure aufgefordert, sich mit ihrer Diplom- oder Masterarbeit um den Elektronik Ecodesign-Preis zu bewerben. Am 13. Oktober wurden nun die besten drei Diplomarbeiten ausgezeichnet.

Während des 2. Elektronik ecodesign congress, am 13. Oktober in München, wurden drei junge Ingenieure und ihre Hochschulen für die besten Ecodesign-Diplomarbeiten ausgezeichnet. Alle drei prämierten Diplomarbeiten hatten Energie zum Thema - den sparsamen Umgang mit Energie als auch die Gewinnung elektrischer Energie aus der Umgebung mit hohem Wirkungsgrad. Das Preisgeld für den Elektronik Ecodesign-Preis in Höhe von 5000 Euro stiftete Texas Instruments. Miro Adzan von Texas Instrumets überreichte zusammen mit Chefredakteur Gerhard Stelzer die Auszeichnungen.

Mit dem mit 3.000 Euro dotierten ersten Platz des Elektronik Ecodesign-Preises wurde Clemens Cepnik für seine Diplomarbeit „Entwurf und Aufbau eines kompakten, elektrodynamischen Lineargenerators“ ausgezeichnet. Er entwickelte einen Energy Harvester, der bei gleichem Bauvolumen mehr als dreimal soviel Energie aus Vibrationen erzeugen kann, wie die bisher am Markt angebotenen Energy Harvester. Für diese Diplomarbeit erhielt Prof. Dr.-Ing. Tom Ströhla von der Technischen Universität Ilmenau, Fakultät Maschinenbau, Juniorprofessur Entwurf Mechatronischer Antriebe, den Elektronik Ecodesign-Pokal mit Ehrenurkunde. Prof. Dr.-Ing. Herbert Reichl, Mitglied der Jury, zur Arbeit: „Exzellente Diplomarbeit von der Idee bis zur Umsetzung mit auch international überragenden Kennwerten. Wann bringt eine deutsche Firma dies auf den Markt?“

Platz zwei des Elektronik Ecodesign-Preises, und 1500 Euro Preisgeld, ging an Falk Haßler für seine an der Technischen Universität Dresden geschriebene Diplomarbeit „Entwurf eines DC/DC-Wandlers zur Steigerung des Wirkungsgrades eines UMTS-Leistungsverstärkers“. Er schaffte es einen Gleichspannungswandler zu entwickeln, der seine Ausgangsspannung extrem schnell der Leistungsanforderung einer UMTS-Sendestufe anpassen kann. Hierfür erhielt auch Prof. Dr. Frank Ellinger, von der Technischen Universität Dresden, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik, Professur für Schaltungstechnik und Netzwerktheorie, eine Ehrenurkunde. Cristoph Gromann, der für Texas Instruments in der Jury mitarbeitete: „Der Lösungsansatz von Herrn Haßler führt vor Augen, wie intelligente Halbleiterlösungen zu drastischen Energieeinsparungen führen können ohne die Gewohnheiten der Benutzer einzuschränken.“ Prof. Dr.-Ing. Herbert Reichl: „Das sehr praxisrelevante Thema der UMTS-Effizienz wird hier von der Modellierung bis zur Laborumsetzung mit eigenem ASIC demonstriert. Fast schon zu umfangreich für eine Diplomarbeit!“

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Elektronik Ecodesign-Preis 2010

Zum zweiten Mal hatte die Elektronik junge Ingenieure aufgefordert, sich mit ihrer Diplom- oder Masterarbeit um den Elektronik Ecodesign-Preis zu bewerben. Am 13. Oktober wurden nun die besten drei Diplomarbeiten ausgezeichnet.

Den dritten Platz des Elektronik Ecodesign-Preises, mit einem Preisgeld von 500 Euro dotiert, erreichte Sergius Giesbrecht für seine Diplomarbeit „Powermanagement in RTOS-Systemen am Beispiel FreeRTOS und Prozessor Cortex-M3“. Er hat Energiesparfunktionen direkt in ein Echtzeit-Betriebssystem eingebunden, so dass der Programmierer von Embedded-Systemen diese Funktionen unkompliziert nutzen kann ohne Echtzeitanforderungen zu verletzen. Für diese Diplomarbeit wurde auch Prof. Dipl.-Ing. Karl-Heinz Krauß von der Hochschule Mannheim, Fakultät Informationstechnik, Institut für Embedded Systems mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Christoph Gromann, Texas Instruments: „Ein sparsames Auto zu fahren ist gut, besser ist aber sparsam damit zu fahren. Die analoge Betrachtung gilt auch für die Arbeitspferde der Elektronik, die Mikrocontroller. Low Power ist wichtig, die entsprechende intelligente Programmierung der Power-Modi noch wichtiger, besonders bei sicherheitsrelevanten Echtzeitsystemen. Herr Giesbrecht öffnet mit seiner Arbeit vielen Anwendern die Augen.“ Prof. Dr.-Ing. Herbert Reichl: „Die Diplomarbeit behandelt das sehr wichtige Thema der embedded systems, bei denen mit den Ergebnissen dieser Arbeit trotz Echtzeitanforderungen zwischen 15 und 42 Prozent der Energie eingespart werden können.“

Mit der Überreichung der Elektronik Ecodesign-Preise 2010 am 13. Oktober beginnt gleichzeitig die Ausschreibung für den Elektronik Ecodesign-Preis 2011. Wer bis zum 31.12.2010 eine Diplom- oder Masterarbeit abschließt, die geeignet ist, den Umwelteinfluss von Elektronik signifikant zu verbessern, kann sich schon jetzt bewerben. Zugelassen sind Abschlussarbeiten aller Fachrichtungen - nicht nur Elektrotechnik, auch Informationstechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Physik, Chemie, BWL, u.s.w. Für die Bewerbung genügen Kopien der Diplom- oder Masterarbeit und der Diplom- oder Masterurkunde mit Zeugnis. Zusätzlich wird eine kurze Darstellung (max. eine Seite) der umweltrelevanten Aspekte benötigt. Informationen zum Elektronik Ecodesign-Preis sowie ein Online-Anmeldeformular sind auf der Internetseite www.ecodesign-congress.de zu finden.