Osram Übernahme wird konkret »Wesentliche Unternehmensbereiche« bleiben unverändert

Osram Hauptsitz in München.

Die Übernahme von Osram nimmt Form an. Die wesentlichen Eckpunkte für die Zeit danach wurden bereits ausverhandelt.

Der Vorstand bewertet das Angebot der beiden Finanzinvestoren Bain und Carlyle als fair »für die Aktionäre« und als strategischen Mehrwert für den Konzern. Die begründete Stellungnahme an die Aktionäre steht zwar noch aus, da aber auch der Vorstand  bereits angekündigt hat, seine Aktien an Bain und Carlyle verkaufen zu wollen, kann es nur auf die Empfehlung zur Angebotsannahme hinauslaufen. Folgen bis Anfang September 70 Prozent der Osram-Aktionäre der Empfehlung, geht der Münchner Konzern nach lediglich sechs Jahren Eigenständigkeit an die beiden Finanzinvestoren.

Für diesen Fall wurden die Rahmenbedingungen offenbar schon ausgehandelt. In einer Mitteilung von Osram heißt es dazu, dass alle Standorte der »wesentlichen Unternehmensbereiche unverändert bleiben«. Dazu sei eine entsprechende Vereinbarung ausgehandelt worden. Nähere Angaben dazu, ob diese Unternehmensbereiche schon definiert sind, wurden nicht gemacht. Zugesichert seien außerdem die Fortführung aller laufenden Wachstumsprojekte und Investitionen in Produktentwicklung und strategische Zukäufe.

Trotz der vielen Zusicherungen zum Fortführen des aktuellen Kurses haben sich beide Seiten die Tür zu Umstrukturierungen offen gehalten. Teil der Investorenvereinbarung ist laut Osram die Feststellung, dass man in einem »herausforderndem und volatilem Marktumfeld« agiere, das flexibles Handeln erfordere. Mit anderen Worten: Mit weiteren Zu- und Verkäufen muss gerechnet werden.