Display-Obsoleszenzmanagement Wenn das Display nicht mehr lieferbar ist

Display-Hersteller richten ihre Produkte an den Anforderungen der Großabnehmer aus. Kleinunternehmer, die nur geringe Stückzahlen für Spezialanwendungen abnehmen, haben es bei der Beschaffung des richtigen Displays schwer - vom Obsoleszenzmanagement ganz zu schweigen. Ein Spezialist kann helfen.

Was heute die Spitze des Fortschritts darstellt, ist häufig morgen schon veraltet. Das gilt unter anderem für Displays. Die Produzenten – fast ausnahmslos in Fernost – errichten ein Riesenwerk nach dem anderen und werfen gigantische Stückzahlen auf den Markt. Wie die Ausführungen dann im Detail aussehen, bestimmen weitgehend die Hersteller von Massenprodukten wie Notebook- und Tablet-Computern, Smartphones, E-Readern, Spielen und Wearables. Hier herrscht eine rasende Innovation, ständig kommen neue Geräte auf den Markt und die (oft gar nicht so) alten landen im Elektronikschrott, meist lange bevor sie wirklich funktionsuntüchtig sind. So wird die Display-Produktion ständig an die neuesten Trends angepasst.

Die kleineren Stückzahlen laufen über die Distributoren. Immer wieder gibt es hier Angebote zu verlockend günstigen Preisen. Das sind dann häufig Restbestände aus Überproduktion, nur in begrenzter Menge lieferbar. Wenn ein bestimmtes Gerät, etwa für industrielle oder medizinische Anwendungen, über längere Zeit hinweg ohne entscheidende Änderungen produziert werden soll und das darin verwendete Display auf einmal nicht mehr in derselben Form zu haben ist, dann steht der Hersteller vor einem Problem. Die allerwenigsten Typen bleiben über viele Jahre hinweg in unveränderter Form lieferbar. Und das nicht nur, weil die Abnehmer andere Anforderungen stellen. Auch vonseiten der Anbieter ändern sich ständig viele Parameter: Die Technologie selbst (Flüssigkristallmischung, TFT-Eigenschaften usw.) entwickelt sich schnell weiter, so wie auch die Herstellungsmethoden. Und schließlich verlagern sich die Produktionsstätten: Einst kam alles aus Japan, dann stießen Korea und Taiwan dazu, in den letzten Jahren setzt China die Konkurrenz immer mehr unter Druck. Somit ist es fast unmöglich, dass die Produkte über längere Zeit hinweg identisch bleiben. Der Kunde hört dann oft: »Es gibt ein neues Display, das besser ist.« Wenn das neue Display passt, ist alles gut. Aber manchmal passt es eben doch nicht, die »Verbesserung« wird zum Ärgernis.