Smart City Tridonic setzt Pilotprojekt in Darmstadt um

Licht nach Bedarf in Darmstadt: Im Pilotprojekt hat Tridonic Straßenleuchten in ein Lichtmanagementsystem eingebunden. Lässt sich die Rentabilität nachweisen, soll das System weitflächig eingesetzt werden.
Licht nach Bedarf in Darmstadt: Im Pilotprojekt hat Tridonic Straßenleuchten in ein Lichtmanagementsystem eingebunden. Lässt sich die Rentabilität nachweisen, soll das System weitflächig eingesetzt werden.

Im Projekt »Digitalstadt Darmstadt« entstand ein Straßenzug mit adaptiver und vernetzter Beleuchtung. Es ist die erste Installation von Tridonics Straßenbeleuchtung mit Licht-nach-Bedarf-Funktion.

Darmstadt wird zur Smart City. Dafür werden aktuell 14 Teilprojekte umgesetzt, von Mobilität über Bildung bis Energie. Im neuesten Projekt »Smart Lighting« leuchten Straßenlaternen einen Fahr-, Schul-, Wander- und Radweg aus. Die Pilot-Installation besteht aus 13 LED-Leuchten mit integrierter Sensorik. Sie erkennen Bewegungen, Umgebungslicht und steuern die Helligkeit nach Bedarf. Funkmodule vernetzen die Leuchten untereinander und geben das Signal weiter. Nähern sich Autos, Fußgänger, Jogger oder Radfahrer, wird der gesamte Straßenzug ausreichend beleuchtet, ist niemand in der Nähe, dimmen die Leuchten herunter.

Die Stadtplaner wollen durch den Licht-nach-Bedarf-Ansatz Kosten reduzieren, eine sichere Beleuchtung für Straßenverkehrsteilnehmer ermöglichen und die Lichtverschmutzung senken. Laut Tridonic wird der Energiebedarf von Straßenbeleuchtung durch Integration von Bewegungssensoren und Lichtsteuerung nach Bedarf um 50 Prozent reduziert. Stehen in Städten und Kommunen noch Glüh- oder Gasentladungslampen zur Straßenbeleuchtung, könnten bis zu 87 Prozent der Energiekosten eingespart werden.

Pyroelektrische Sensoren

Für die Näherungserkennung von Personen werden pyroelektrische Sensoren (PIR) eingesetzt. Sie erfassen eine Fläche bis zu 560 Quadratmetern bei einer Montagehöhe von bis zu acht Metern. Sie erkennen Temperaturunterschiede und reagieren auf die Wärmeausstrahlung von Verkehrsteilnehmern. Personenbezogene Daten werden bei diesem Verfahren laut Hersteller nicht generiert. LED-Leuchten und Sensoren sind in ein sicheres Netzwerk eingebunden. Über eine Smart-City-Plattform mit Managementportal kann der Betreiber auf die Anlage zugreifen, Gruppierungen der Leuchten oder die Beleuchtungsstärke ändern und Wartungsinformationen und Energiemonitor einsehen.

Die smarte Straßenbeleuchtung befindet sich derzeit in der Testphase und soll langfristig auf weitere Strecken in und um Darmstadt ausgedehnt werden.