100 W bei 60 V mit einem Baustein Treiber-Bausteine für LED-Ansteuerung

Hochstabile Ausgangsströme bei vergleichsweise hohen Spannungen sind für die Ansteuerung von Lichterketten aus High-Brightness-LEDs erforderlich. Neue LED-Treiberkonzepte für Automotive und Beleuchtung sind auch Thema auf dem 2. Elektronik lighting congress am 9. und 10. Mai 2012 in Ludwigsburg.

Für die Ansteuerung der High-Brightness-LEDs in den Bereichen Automotive und Industrie sind komplexe Treiber-ICs erforderlich, die bei großer Ausgangsleistung und hoher Spannungsfestigkeit einen stabilen Ausgangsstrom liefern müssen. Darüber hinaus werden in bestimmten Anwendungen besondere Eigenschaften gefordert. Wie auch im Automobilbereic: Ausgangsstrom und Ausgangsspannung eines Treiberbaustein müssen konstant bleiben, auch wenn beim Starten die Versorgungsspannung plötzlich einbricht. Ebenso wichtig ist ein hoher Wirkungsgrad dieser Bausteine, um die thermischen Lasten möglichst gering zu halten. Für den Schutz der LEDs und der Schaltkreise müssen Kurzschlüsse und Unterbrechungen erkannt und sicher abgefangen werden. Schließlich muss neben einer laufenden Überwachung von Eingangsstrom und Ausgangsstrom die Möglichkeit des Dimmens über Pulsbreiten-Modulation und einen Analog-Eingang vorgesehen werden.

 

100 W für die LED-Kette

Das Unternehmen Linear Technology präsentiert nun mit dem Baustein LT3791 einen 60-V-LED-Treiberbaustein, der Leistungen bis zu 100 W steuern kann. Durch die im Bereich von 0 bis 60 V einstellbare Ausgangsspannung eignet sich der LT3791 zur Ansteuerung von LED-Ketten unterschiedlichster Art. Der Baustein integriert die Ansteuerung für vier externen Leistungs-MOSFETs. Das Dimmen der LED-Kette wird über einen weiteren MOSFET am Fußpunkt der LED-Kette realisiert. Der Treiber-Chip integriert drei Regelschleifen zur Regelung der Eingangsspannung, des LED-Stroms und der Ausgangsspannung. Der Baustein erreicht Wirkungsgrade bis zu 98,5 Prozent, der LED-Strom wird bis auf +/-6 Prozent genau geregelt. Die Schaltfrequenz kann im Bereich von 200 kHz bis 600 kHz programmiert oder auch mit einem externen Taktsignal synchronisiert werden. Darüber hinaus bietet der Chip Schutzfunktionen wird Ausgangsabtrennung, Eingang- und Ausgangsstromüberwachung, Ausgangsleerlauf- und Kurzschlusserkennun sowie Eigensicherheit.

LED-Treiber auf dem 2. Elektronik lighting congress

Neue Konzepte für LED-Treiberbausteine werden auch auf dem 2. Elektronik lighting congress vorgestellt. So spricht Jörg Conze von Elmos Semiconductor berichtet über "Effiziente Außen- und Ambient- LED Treiber für den Automobilbereich" und Dr. Manfred Pauritsch vom Halbleiterhersteller austriamicrosystems über "Innovative LED-Treiber Systemkonzepte".
Mit dem 2. Elektronik lighting congress richtet sich die Redaktion der Elektronik an Konstrukteure und Designer aus der Leuchtenindustrie sowie an Elektronik-Entwickler und System-Architekten in den Systemhäusern und bei den Distributoren. Mit dem Fokus auf die Technik bietet der Kongress auch dem technischen Management (Leitung Entwicklung, technisches Controlling) sowie den Mitarbeitern an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein informatives Grundgerüst. Mit der Breite der Darstellung gibt der Kongress dem Produktmanagement aus der Halbleiterindustrie und bei den Leuchtenherstellern Orientierung und Übersicht.
Auf der begleitenden Ausstellung präsentieren die Hersteller von LEDs und Ansteuerungs-ICs, Distributoren und Entwicklungsdienstleister ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die LED-Beleuchtungstechnik.

Unter www.lighting-congress.de  finden sich das detaillierte Kongressprogramm des 2. Elektronik lighting congress und das Formular für die Anmeldung.