"Glas Bonding"-Verfahren Praktisch reflexionsfreie LC-Displays

Mit dem "Glas Bonding"-Verfahren werden Reflexionen auf unter 0,2 Prozent reduziert. Die Folge: eine gute Ablesbarkeit auch bei schwierigen Umgebungslicht-Verhältnisse.

Hitachi stellt ein neues Fertigungsverfahren vor, mit dem die Bildschirminhalte von LC-Displays auch bei großer Helligkeit der Umgebung deutlich besser wahrgenommen werden können. Mit einem neu entwickelten Kleber mit günstigen optischen Eigenschaften und einem kostengünstigen Prozess für das Verbinden des Glassubstrates mit der Oberfläche der LCD-Einheit gelingt eine weitgehende Unterdrückung der Reflexionen.

Neu bei dem vom Hersteller so genannten "optischen Bonden" ist, dass zwischen dem Glassubstrat und der LCD-Einheit keine Luftschicht mehr vorhanden ist. Damit werden Parallax-Effekte und interne Reflexionen vermieden, was insbesondere bei ungünstigen Umgebungslicht-Verhältnissen die Bildwiedergabe verbessert.

Mit den neuen "Glas Bonding"-Verfahren können nach Angaben des Herstellers die Reflexionen auf weniger als 0,2 Prozent reduzieren. Darüber hinaus kann die "Ablesbarkeit" der Displays mit Antireflexionsschichten bzw. "Anti-Glare"-Oberflächen weiter verbessert werden. Als Folge der neuen Verbindung wird das Display insgesamt auch widerstandsfähiger gegenüber mechanischen Belastungen. Mit der Entwicklung des neuen Verfahrens sieht sich der japanische Elektronik-Konzern in die Lage versetzt, Displays in Anwendungsbereiche zu liefern, in denen hohe Anforderungen an die Lesbarkeit gestellt werden: Luftfahrt, Automotive, Medizin, und Industrie. Displays, die nach dem neuen Verfahren hergestellt wurden, sind ab sofort bei der Display Products Group von Hitachi verfügbar.