Energieeffiziente Industriebeleuchtung Philips prämiertes GreenWarehouse-Konzept als Wegweiser

Das Blocklager der DB Schenker in Linz profitiert vom GreenWarehouse-Konzept von Philips, einer Komplettlösung für industrielle Beleuchtung.
Das Blocklager der DB Schenker in Linz profitiert vom GreenWarehouse-Konzept von Philips, einer Komplettlösung für industrielle Beleuchtung.

Ein neues Konzept zur industriellen Beleuchtung von Philips Austria wurde im Logistikzentrum der DB Schenker in Linz installiert und vom österreichischen Bundesministerium mit dem Innovationspreis „EnergieGenie 2015“ ausgezeichnet. Philips sieht hinter dem Ansatz enormes Potential.

Die offiziellen Zahlen unterstützen diese Einschätzung: Ca. 600 verbaute LED-Leuchten auf einer Fläche von 6000m2 verbrauchen mindestens 50 Prozent weniger Energie als die Vorgängeranlage. Das bedeutet eine jährliche Ersparnis von 41.700€ bei den Beleuchtungskosten und 201 Tonnen weniger CO2-Ausstoß. Die Amortisationszeit des Projekts beträgt laut Bernd-Heinrich Glaser, Pressesprecher von Philips Lighting, zwischen 4 und 5 Jahren.

Steuerung und Bewegungssensorik

Das GreenWarehouse-Konzept basiert auf der Kombination von energieeffizienten LED-Beleuchtungssystemen und einem interaktiven Lichtmanagement. Der Betreiber kann Beleuchtungselemente in Gruppen und Untergruppen einteilen, die über Bewegungsmelder angesteuert werden und individuell programmierbar sind.

Gerade für das DB Schenker Projekt hat sich dieses Prinzip als vorteilhaft herausgestellt, da mit dem Beleuchtungssystem zwei verschiedene Typen von Lagerhallen betrieben werden: Ein Hochregallager mit 18 Gängen, in dem der Bewegungsablauf in engen Grenzen verläuft sowie ein Blocklager mit viel offener Fläche, in dem sich die Arbeiter deutlich freier bewegen.

Entsprechend sind im Hochregallager die LEDs in einem einzelnen Gang als Gruppe zusammengefasst und werden bei Betreten hochgeregelt, um wenige Minuten nach dem Verlassen wieder herunterzufahren. Im Blocklager sind die Beleuchtungszonen an die aktuelle Flächennutzung angepasst und das Lichtmanagement ist auf die typischen Nutzzeiten abgestimmt.

Ansteuerung und Regelung der Beleuchtung erfolgen drahtlos, sodass die Installation des Systems ohne Neuverlegung von Kabeln auskommt und im laufenden Betrieb möglich ist.

Enormes Potential: Connected Lighting im Industriebereich

„Die Zukunft liegt aus unserer Sicht im Bereich Connected Lighting – LED-basierte vernetzte Lichtlösungen“, antwortet Bernd-Heinrich Glaser auf die Frage, welche Richtung Philips in Zukunft einschlagen möchte. Gerade im Industriebereich sehe man ein massives Optimierungspotenzial im LED-Beleuchtungsbereich durch die Ergänzung von Steuerung und Bewegungssensorik.

Philips geht davon aus, dass mit einer Umrüstung auf LEDs bis zu 60 Prozent Energie eingespart werden kann und der Einsatz von Bewegungsmeldern weitere 20 Prozent Ersparnis einbringt.

Der Innovationspreis wurde Philips von dem österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Rahmen der jährlichen Energiesparmesse verliehen. Unter 39 Produkteinreichungen wählte eine Jury nach den Kategorien Innovation, Energieeinsparung und Neuheitsgrad die 8 Sieger aus. Die Messe ist eine der größten in Europa zum Thema erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. 2015 gab es erstmals eine Ausstellung zum Thema „LED – innovative Beleuchtung“.