LED-Leuchten NFC-Schnittstellen halten Einzug

Die Zahl von LED-Treibern mit integrierter NFC-Schnittstelle nimmt zu.
Die Zahl von LED-Treibern mit integrierter NFC-Schnittstelle nimmt zu.

LED-Treiber mit NFC-Schnittstelle lassen sich kontaktlos und im Verbund programmieren. Zunehmend mehr Leuchtenhersteller nutzen sie, um ihre Produktionszeit zu verkürzen.

NFC-Schnittstellen (Near Field Communication, Nahfeldkommunikation) haben sich in der Beleuchtungsindustrie etabliert. Über sie können Konfigurationsparameter wie den Treiber-Ausgangsstrom oder Dimmkurven kontaktlos und damit ohne Verkabelungsaufwand programmiert werden.

Installateure nutzen die Technik schon länger. Mittlerweile gehen auch Leuchtenhersteller dazu über, um im Produktionsprozess die Konfigurationsdaten einfacher auf den LED-Treiber aufzuspielen und so Zeit zu sparen. Notwendig ist dafür lediglich eine NFC-Antenne im Produktionsumfeld. Sie sind als Handgeräte oder als NFC-Kontaktflächen verfügbar, die auch direkt in Arbeitstische eingebaut werden können.

Zwanzig Treiber parallel programmieren

Einige große Hersteller integrieren NFC-Schnittstellen bereits in ihre Serienprodukte. Dazu gehören unter anderem Osram und Tridonic. Treiber-Parameter lassen sich über NFC auch auslesen, zur Kontrolle oder Fehleranalyse.

Dafür hat Tridonic seine Konfigurationssoftware companionSUITE um eine Analysefunktion für reklamierte LED-Treiber und eine Multi-Programming-Funktion erweitert. Über NFC können damit maximal zwanzig LED-Treiber gleichzeitig konfiguriert werden. Im Vergleich zur individuellen Programmierung über eine kabelgebundene Schnittstelle könne so deutlich Zeit eingespart werden, so Klaus Mohr, Produkt Manager Lighting Controls bei Tridonic.

»NFC hat sich zum Standard entwickelt«

Laut Tridonic wird die Nahfeldkommunikation in der LED-Beleuchtung zunehmen. »NFC hat sich auch in der Beleuchtungsindustrie zu einem Standard entwickelt«, meint Thomas Ölz, Vice President Product Management bei Tridonic. Ein Portfolio von NFC-fähigen LED-Treibern (14 bis 60 W) für den industriellen Bereich und Außenanwendungen gibt es vom österreichischen Hersteller bereits und soll nun weiter ausgebaut werden.