Data Modul Neues Werk in Shanghai eröffnet

Neue Anlaufstelle China: Data Modul hat in Shanghai ein neues Werk mit Produktion eröffnet.
Neue Anlaufstelle China: Data Modul hat in Shanghai ein neues Werk mit Produktion eröffnet.

Das Münchner Unternehmen expandiert international. Das neue Werk in China ist der zweite neu eröffnete Standort außerhalb Deutschlands innerhalb eines Jahres.

In Shanghai hat ein neues Werk von Data Modul den Betrieb aufgenommen. Man wolle damit auf das globale Wachstum des Marktes reagieren und die Produktionszyklen und Lieferketten für internationale Kunden verkürzen, teilte das Münchner Unternehmen mit. Nach dem 2019 neu eröffneten Werk mit Logistikzentrum im polnischen Lublin ist das Werk in Shanghai bereits der zweite neu eröffnete Standort außerhalb Deutschlands. Für Geschäftsführer Florian Pesahl ist die Erweiterung der Produktionskapazitäten eine elementare Weichenstellung, um die Wettbewerbsfähigkeit am Markt zu gewährleisten und sich auf die Wachstumsmärkte Europa, China und USA auszurichten. Gleichzeitig betont Data Modul, dass auch im Zuge einer internationalen Strategie das Stammwerk in Weikersheim der Hauptproduktionsstandort und das Technologiezentrum des Unternehmens bleiben werde.

Expansion unter schweren Bedingungen

Die Expansion und die damit verbundenen Investitionen – im ersten Halbjahr 2020 waren es über alle Standorte hinweg 1,6 Mio. Euro und damit weniger als die Hälfte als noch im Vorjahr – finden innerhalb eines schweren Marktumfeldes statt. Seit dem Rekordjahr 2018 mit über 241 Mio. Euro Umsatz für Data Modul hat sich der Markt abgeschwächt. Der Geschäftsbericht 2019 weist einen Umsatz von etwas mehr als 203 Mio. Euro aus (-15,8 %), einen Auftragseingang von knapp 208 Mio. Euro (-18,2 %) und einen Jahresüberschuss von 6,5 Mio. Euro (-54,4 %). Der Kurs setzt sich auch 2020 fort. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 ging der Umsatz um 22,2 % auf etwas über 89 Mio. Euro zurück und das EBIT um 45,1 % auf knapp 4,9 Mio. Euro.

Erste Früchte der Internationalisierung sieht die Geschäftsführung in der auf 51,9 % (+3,5 %) gestiegenen Exportquote. Der Vorstand sieht beim Ausblick für 2020 auf »erheblich eingetrübte« wirtschaftliche Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie, allerdings sei das Unternehmen durch die internationale Ausrichtung langfristig gut gewappnet. Für das laufende Jahr wird ein »auf Basis der aktuellen Auftragslage … zufriedenstellendes Geschäftsjahr« in Aussicht gestellt, sofern Nachholeffekte und eine durch milliardenschwere Konjunkturpakete getragene Wirtschaftserholung greifen würden.