Osram Opto Semiconductors Neue IR-Lichtquellen für mobile Gesichtserkennung

Entwickler bekommen serienreife VCSEL-IR-Lichtquellen.  Sie eignen sich u.a. für die Gesichtserkennung in Smartphones.
Entwickler bekommen serienreife VCSEL-IR-Lichtquellen. Sie eignen sich u.a. für die Gesichtserkennung in Smartphones.

Smartphone-Hersteller setzen vermehrt auf biometrische Identifikationsverfahren. Osram OS hat mit dem »Bidos« eine IR-Lichtquelle zur Gesichtsausleuchtung entwickelt, die auf VCSEL-Technik basiert. Es ist die erste VCSEL-Produktfamilie des Unternehmens.

VCSEL gilt als Zukunftstechnik, die das Leistungsspektrum zwischen Laserdiode und LED abdeckt. Das Akronym steht für Vertical Cavity Surface Emitting Laser. Die erste Produktfamilie von Osram OS, die auf dieser Technik basiert, läuft unter dem Namen Bidos PLPVQ940A. Für die Entwicklung hat der LED-Hersteller auf Fachwissen des US-Unternehmens Vixar zurückgeriffen, das seit Kurzem zum Osram-Konzern gehört.

Anders als Laserdioden (Kantenemitter) strahlen VCSEL-Lichtquellen senkrecht zur Chip-Oberfläche. Im Vergleich zu Laserdioden ist ihr Emissionsspektrum temperaturstabiler, die Strahlqualität höher und mit Blick auf die Endanwendung ist ein VCSEL-Chip einfacher zu montieren. Er kann wie ein LED-Chip ins Gehäuse geklebt werden und kommt beispielsweise als Array mit mehreren hundert einzelnen Aperturen pro VCSEL-Chip zum Einsatz.

Der Bidos PLPVQ 940A emittiert im nahen IR-Bereich mit 940 nm. Der maximale Wirkungsgrad beträgt 27 Prozent und die ausgekoppelte Strahlungsleistung beträgt 300 mW. Entwickelt wurde die Lichtquelle für die homogene Gesichtsausleuchtung für die Gesichtserkennung im Smartphone. Der Abstrahlwinkel beträgt 65° x 78°. Mit Abmessungen von 1,90 mm x 2,20 mm x 0,85 mm fällt das Gehäuse sehr flach aus.

Neben der Gesichtserkennung eignen sich die Bausteine für Anwendungen in der Robotik, für Drohnen sowie für Augmented und Virtual Reality.