AM-OLED-Displays Neue G-5.5-Fertigungslinie kostet 4,8 Mrd. Dollar

Die Experten des Marktforschungsunternehmens IHS iSuppli haben ermittelt, dass 2010 rund 50 Millionen AM-OLED-Displays ausgeliefert wurden - im Jahr 2015 sollen es mehr als 270 Millionen Stück sein.

Während bei den großformativen AM-OLED-Flachbildschirmen für TV-Geräte immer noch das bekannte Problem der unterschiedlichen Alterung der verschiedenen Pixelfarben besteht, erleben die die kleineren Varianten einen regelrechten Boom. Allerdings sollen mittlerweile Materialien mit deutlich verbesserten Eigenschaften verfügbar sein, auch wird erwartet, dass die Entwicklung hier noch nicht abgeschlossen ist.

AM-OLED-Displays sind Flachbildschirme auf der Basis von organischen LEDs, die über eine Schaltmatrix mit Transistoren angesteuert werden. Die Herstellung gilt als vergleichsweise aufwendig, die in LTPS-Technologie (Low Temperature Poly Silicon) realisierten Dünnschicht-Transistoren müssen mit Laser-Licht strukturiert werden. Samsung will nun mit einer neuen OLED-Fertigungslinie der Generation 5.5 entscheidende Verbesserungen bei der Darstellung der Dünnschicht-Transistoren erzielen und auf diese Weise die Produktionskosten deutlich senken.

Angesichts der steigenden Nachfrage nach AM-OLED-Displays investiert der koreanische Elektronik-Konzern fast 4,8 Mrd. Dollar in die neue OLED-Fertigungslinie. Trotz der Substratgröße von 1,3 m x 1,5 m werden auf der 5.5-Linie voraussichtlich zunächst ausschließlich 4-Zoll-Displays für SmartPhones gefertigt, eine Produktion der für die Galaxy-Tablets von Samsung erforderlichen 7-Zoll-Displays in AM-OLED-Technologie erwarten die Marktforscher nicht vor 2013.