Lichttechnik Markt für smarte Beleuchtung wächst

Innerhalb der nächsten 4 Jahre wird laut IHS-Prognose der Martk für Smarte Beleuchtung von aktuell 8 auf über 16 Milliarden US-Dollar wachsen.
Innerhalb der nächsten 4 Jahre wird laut IHS-Prognose der Martk für Smarte Beleuchtung von aktuell 8 auf über 16 Milliarden US-Dollar wachsen.

8 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete die Lichtindustrie 2017 mit smarter Beleuchtung. In vier Jahren sind es laut IHS-Prognose mehr als doppelt so viel.

Der größte Wachstumstreiber ist das IoT. »Lichtkonzerne planen für die Zeit nach dem Übergang zur LED-Beleuchtung«, sagt IHS-Analyse Paul Bremner. »Sie versuchen, die Beleuchtung zum Rückgrat des IoT zu machen«.

Damit werden Leuchten als konnektive Sensorplattformen ausgelegt, mit integrierter Rechenleistung zum Auslesen und Vorverarbeiten von Sensordaten, die dann an die Cloud übermittelt werden.

Mit Abstand größter Wachstumstreiber: Smarte Wohnraumleuchten

IHS teilt den Beleuchtungsmarkt für seine Analyse in die drei Kategorien Wohnraumbeleuchtung (Residential Lighting), Arbeitsstättenbeleuchtung (Commercial Lighting) sowie Außen- und Straßenbeleuchtung (Outdoor and Street Lighting).

Smarte Beleuchtung soll sich gerade im Bereich der Wohnraumbeleuchtung durchsetzen. IHS erwartet hier ein Umsatzwachstum von aktuell 1,5 Milliarden auf 4,5 Milliarden US-Dollar, weil Anwender immer mehr auf Angebote wie Apples HomeKit, Googles Nest, Amazons Alexa und Samsungs SmartThings setzen würden.

Heimbeleuchtung bekommt Bluetooth-mesh

Technisch treiben der Chip-Hersteller Cypress und der Leuchtenanbieter Ledvance die Verbreitung von standardisiertem Bluetooth-mesh in der smarten Heimbeleuchtung voran. Damit können sie mit Bluetooth-mesh-qualifizierten Heimprodukten anderer Hersteller im Verbund arbeiten – insbesondere mit Systemen zur Spracheingabe.

Cypress hat fünf Chips entwickelt, die nach eigenen Angaben erstmals die Anforderungen der Bluetooth Special Interest Group (SIG) erfüllen. Ledvance greift für seine Bluetooth-mesh-fähigen A19-LED-Leuchten auf diese Chips zurück.

Arbeitsstättenbeleuchtung und Straßenleuchten

Im Bereich Arbeitsstättenbeleuchtung arbeiten Anbieter wie Tridonic, Tochter des österreichischen Lichtkonzerns Zumtobel, am Aufbau von datenbasierten Dienstleistungen, die über die Beleuchtungs-Infrastruktur aufgesetzt werden. Dazu werden beispielsweise Präsenzdetektoren in ein Leuchten-Netzwerk integriert und aus den Daten die tatsächliche Raumauslastung ermittelt.

Ähnliche Konzepte für Straßenleuchten verfolgt u.a. das 2014 gegründete Start-up Eluminocity, das dafür mit Infineon kooperiert.