LC-Displays Lieferengpass bei LED-Hinterleuchtungen

Wegen der steigenden Nachfrage nach LC-Displays, die statt der Leuchtstoffröhre mit LED-Modulen für die Hinterleuchtung ausgestattet sind, sind die Bildschirm- und Fernseh-Hersteller bis zum Ende des Jahres mit Lieferengpässen konfrontiert.

Die hohe Nachfrage nach großen LC-Displays mit LED-Hinterleuchtung hat zu Lieferengpässen bei LED-Modulen geführt. Nach Auskunft des Markforschungsunternehmen iSuppli wird die Verknappung bis zum Ende des Jahres anhalten. Die Stückzahlen der großen LC-Displays werden sich nach den Prognosen in diesem Jahr mehr als verdoppeln, um 134,9 Prozent auf 276,7 Mio. Einheiten. Als "große LC-Displays" bezeichnen die Marktforscher solche mit Bildschirmdiagonalen von 10 Zoll (25 cm) und größer.

Von diesen Bildschirmen werden in diesem Jahr bereits 41,3 Prozent mit LED-Modulen ausgerüstet. Für das Jahr 2011 erwarten die Marktforscher, dass 477,6 Mio. Module ausgeliefert werden. 2014 sollen bereits in 87,7 Prozent der großen LC-Displays LEDs für die Hinterleuchtung verwendet werden. Insgesamt sollen dann 817,9 Mio. LED-Module verbaut werden. Der steigenden Nachfrage nach LEDs steht entgegen, dass künftig für LED-Module nur noch 70 Prozent der LEDs heutige Module benötigt werden.

Als Gründe für die derzeitige Situation geben die Markforscher neben einer Verknappung bei den LEDs auch kurzfristige Lieferengpässe bei den Lichtführungselementen an. Für das Hochfahren der LED-Produktion müssen  zusätzliche MOCVD-Anlagen (Metal Organic Chemical Vapor Deposition) beschafft und in Betrieb gesetzt werden. Wegen der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach LEDs gehen die Hersteller von den bisherigen 2-Zoll-Fertigungslinien über zu 4-Zoll- und 6-Zoll-Wafern. Der Versorgungsengpass wird  nach Ansicht der Markforscher noch bis zum Ende des Jahres andauern.