LED-Produkte Lichtpunkte schweben im Glas

Im Einkaufscenter La Maladiere in Neuchatel wurden die kompletten Balustraden mit Scheiben aus "LightPoints" verglast.

Schott will "LightPoint"-Produkte in Zukunft selbst weiterentwickeln und vermarkten. Dafür hat das Unternehmen das gesamte Patentportfolio mit allen Nutzungsrechten für die Herstellung von LEDs auf Glas (LightPoints) vom Kooperationspartner lif GmbH übernommen. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, mit dem LEDs auf Glas hergestellt werden können. Dies bietet die Möglichkeit, LEDs im Glas frei schweben und leuchten zu lassen.

Anders als bei ähnlichen Verfahren, die mit sichtbaren Stromleitern im Verbundglas arbeiten, erfolgt bei den LightPoints die Stromversorgung über eine nahezu unsichtbare leitfähige Beschichtung auf dem Glas. Dafür wird eine transparente stromleitende Grundglasscheibe mit LEDs bestückt und mit einer Deckglasscheibe zu einem Glasverbund zusammengefügt. Die Glaseinheiten sind in unterschiedlichen Größen und mit einer unterschiedlichen Anzahl von LED-Lichtpunkten erhältlich.

Als Grund für die eigenverantwortliche Weiterführung des Geschäfts durch Schott - bei einer weiterhin engen Partnerschaft mit lif - liegt darin, dass durch die Nutzung der konzerneigenen Strukturen "mehr Schlagkraft und Flexibilität" erreicht werden sollen. Schott stärkt damit nach eigener Aussage seine Produktportfolio im Bereich Architektur. Die neuen Produkte können verschiedenen Bereichen verwendet werden: als Architektur-Elemente, im Fassadenbau, für den Innenausbau, in der Möbelindustrie und im Automobil.