Licht-emittierende elektrochemische Zellen Leuchtende Folien von der Rolle

Das Vorbild der kostengünstigen Elektronik-Produktion ist die aus dem Zeitungswesen bekannten Rotationsdruckmaschine. Unter normalen Umgebungsbedingungen mit enormer Geschwindigkeit und hoher Präzision werden (opto)-elektronische Schaltkreise auf eine flexible Folie aufgebracht.

Die schwedische Universität Umeå berichtet, dass es ihren Mitgliedern Prof. Ludvig Edman und Andreas Sandström gelungen sei, lichtemittierende elektrochemische Zellen (LECs) aus organischen Materialien in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren herzustellen. Der besondere Fortschritt bestehe darin, dass für die LECs ausschließlich Materialien verwendet wurden, die unter normalen Umgebungsbedingungen stabil sind. Die LECs wurden auf eine elektrisch leitfähige Substratfolie aufgedruckt, die anschließende Versiegelung erfolgte im Rollenprozess durch das Aufbringen einer transparenten und leitfähigen Folie aus PEDOT:PSS, die zugleich als Anode dient.

Robust in allen Aspekten

Obwohl die Dicke der LEC-Schicht und der Anode mit 1 µm recht dick und dabei ziemlich ungleichmäßig ausfällt, ist die Lichtemission dadurch nicht beeinträchtigt. Die liegt nach Auskunft der Forscher an dem einzigartigen Prozess der Eigendotierung, durch den sich die LECs  auszeichnen. Bemerkenswert sei zudem, dass sich alle Prozessschritte, vom Ansetzen der Tinten über die nachfolgende Beschichtung und bis hin zur Fertigstellung der Leuchtfolie unter normalen Umgebungsbedingungen,  durchführen lassen.

Spin-off und Technologietransfer

Ludvig Edman ist der Gründer, Andreas Sandstrom der CTO (Chief Technical Officer) eines Unternehmens namens LunaLEC, in dem die LECs zur Anwendungsreife geführt werden sollen. Die Rolle-zu-Rolle-Fertigung wurde in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe der Technical University of Denmark entwickelt, die auf die Rolle-zu-Rolle-Fertigung spezialisiert ist.