Studie zur Wirkung von LED-Licht Kein besserer Schlaf durch weniger Blaulichtanteil

Eine Studie vom Lighting Research Center zeigt, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Höhe des Blaulichtanteils und der Produktion des »Schlafhormons« Melatonin gibt.
Eine Studie vom Lighting Research Center zeigt, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Höhe des Blaulichtanteils und der Produktion des »Schlafhormons« Melatonin gibt.

Blaulichtfreie LEDs sind keine Investition in gesünderen Schlaf. Zu diesem Schluss kommt ein Studie des New Yorker Lighting Research Center.

In ihrer Studie verglichen die Forscher die Wirkung von Standard-LEDs und »Cyan-Gap-LEDs« auf die Melatoninproduktion im menschlichen Körper. Letztere emittieren weniger Lichtanteile im Wellenlängenbereich zwischen 475 und 495 nm und sollen die für den Schlaf wichtige Melatoninproduktion weniger hemmen als es bei konventionellen LEDs der Fall sei.

Dieser Effekt konnte nicht nachgewiesen werden. An der Studie nahmen 16 Erwachsene teil und wurden über mehrere Wochen für jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen LED-Licht mit und ohne Blaulichtanteil ausgesetzt. In einer zweiten Phase wurde die Lichtintensität reduziert. »Entgegen unserer Erwartung zeigte sich, dass bei Bestrahlungszeiten bis eine Stunde auch die Cyan-Gap-LEDs die Melatoninproduktion in gleicher Weise hemmen wie konventionelle LEDs«, heißt es in der Studie. Nachweisbar war der Zusammenhang zwischen reduzierter Melatoninproduktion bei höherer Lichtintensität und längerer Bestrahlungszeit.

Auch Blaulichtfilter wirkungslos

Laut den Forschern entwickeln aktuell mehrere Hersteller Weißlicht-LEDs mit Cyan-Gap, um den zirkadianen Rhythmus des Menschen weniger zu beeinflussen. Die Studie stellt auch die Wirksamkeit von Blaulichtfilter-Funktionen für Smartphone-Displays in Frage, die schon vor längerer Zeit über Firmware-Updates eingeführt wurden. Bisher kamen aus den USA überwiegend Warnungen vor den negativen Auswirkungen von LED-Licht.

Die aktuellen Studienergebnisse sind im Journal of Biological Rhythms erschienen.