LED-Ansteuerung ISELED-LED-Treiber erstmals als Baustein erhältlich

ISELED-Treiber als Einzelchip: Inova Semiconductors stellt den INLC100 Treiber-IC im 16-Pin-Gehäuse erstmals auf der embedded world 2018 vor.
ISELED-Treiber als Einzelchip: Inova Semiconductors stellt den INLC100 Treiber-IC im 16-Pin-Gehäuse erstmals auf der embedded world 2018 vor.

Bisher sind die ISELED-LED-Treiber nur als Teil eines LED-Moduls erhältlich. Nun bietet Inova Semiconductors die ICs auch als einzelne Bausteine an.

Die Treiber-ICs regeln einzelne LEDs in größeren Beleuchtungssystemen für eine einheitliche Farbwidergabe. Sie gleichen die fertigungsbedingten Variationen in der Farbtemperatur zwischen LEDs über Kalibrierdaten aus und kompensieren die Einflüsse von Temperaturschwankungen.

Entwickelt wurden sie von der ISELED-Allianz, der sich auch der Automobilzulieferer Valeo angeschlossen hat, in Kooperation mit BMW. Die Treiber sind in erster Linie für die Fahrzeuginnenraumbeleuchtung ausgelegt, um dort die relativ aufwendigen Regelungssysteme für LED-Beleuchtungen zu ersetzen, die auf mehrere Mikrocontroller angewiesen sind und auf dem LIN-Bus basieren.

Treiber-IC erstmals als Einzelbaustein

Bisher waren die ICs allerdings nicht als einzelne Bausteine erhältlich, sondern nur integriert in ein LED-Modul. Mit diesem Prinzip hat Inova Semiconductors nun gebrochen. Der Hersteller, der zusammen mit Dominant Opto, Lucie Labs, NXP, TE Connectivity und der Universität Pforzheim die »offene ISELD-Allianz« bildet, bietet mit dem INLC100Q16 den ersten ISELED-Treiber als Einzelbaustein an. Entwickler können nun auch Drittanbieter-LEDs mit dem IC kombinieren.

Erstmals vorgestellt wurde der Einzelbaustein auf der embedded world 2018. Der programmierbare Treiber eignet sich zum Entwurf von längeren LED-Ketten, die sich über einen zweiadrigen und bidirektionalen Bus steuern lassen. Es können also nicht nur Befehle gesendet, sondern auch Statusabfragen von der Leuchte angefragt werden.

Der IC hat drei PWM-gesteuerte Ausgänge, sodass mit ihm eine RGB-LED geregelt werden kann. Eine LED-Kette kann aus bis zu 4079 ICs bestehen, das sich über einen Mikrocontroller steuern lässt. Kalibrier- und Kompensationsdaten werden über einen einmal programmierbaren Speicher (OTP-Speicher) in den IC geschrieben.

Der IC-Baustein erfüllt die Prüfspezifikationen nach AEC-Q100 für Automobilanwendungen und wird in einem WETQFN-Gehäuse (3,0 x 3,0 x 0,9 mm³) mit 16 Pins ausgeliefert.

Verfügbarkeit und Entwicklungs-Kit

Muster sind ab sofort verfügbar, wie auch ein Entwicklungs-Kit, das aus einem NXP-Controller-Board mit Arm-Cortex-Mikrocontroller (S32K1xx), einem Adapterboard und einer LED-Leiste mit 16 RGB-LEDs mit integriertem INCL100-Treiber besteht. Die ISELED-Treibersoftware und Lighting Effects Studio sind bereits auf dem Mikrocontroller installiert und können für 3 Monate genutzt werden.