Display-Glas-Substrate Gorilla-Glas im Trend

Die Hersteller von Glas-Substraten für TFT-LC-Displays haben im letzten Jahr ihre Produktionskapazitäten deutlich gesteigert; bezogen auf die Fläche um als 30 Prozent. Das berichtet das auf die Beobachtung des Display-Marktes spezialisierte Unternehmen DisplaySearch. Für dieses Jahr lautet die Prognose der Marktforschers auf ein Wachstum von 13 Prozent.

Allerdings ist zu erwarten, dass die Nachfrage der Panel-Hersteller mit dem wachsenden Angebot nicht Schritt hält; DisplaySearch jedenfalls rechnet für das erste Quartal 2011 mit einem Überangebot von 12,8 Prozent.

Die Einrichtung einer neuen Fertigungslinie geht für die Glashersteller mit hohen Investitionen einher. Die Produktionssteigerungen der letzten beiden Jahre sind durch Verbesserungen an den bestehenden Fertigungslinien und die Steigerung der Durchlaufgeschwindigkeit erzielt worden. Technisch war hier der Übergang zu dünneren Glassubstraten entscheidend: in den Fabriken der sechsten Generation werden jetzt statt der bisherigen 0,7-mm-Substrate Gläser mit einer Stärke von 0,5 mm verarbeitet.

Seit dem Jahr 2009 hat der Glashersteller Corning alle Schmelztiegel in den USA auf die Produktion von "Gorilla"-Glas umgestellt. Das ist der Markenname für ein Aluminosilikat-Glas dieses Herstellers, das besonders bruchsicher ist. Einem größeren Kreis wurde dieses Glas bekannt, weil der Apple-Gründer und -CEO Steve Jobs bei der Vorstellung des iPhone darauf hinwies, dass diese Glassorte für das Apple-SmartPhone ausgewählt wurde.