Optoelektronik Fördergelder für europäisches Laserforschungsnetzwerk

Die Forschung im Bereich Lasertechnik soll die europöische Industrie stärken und gesellschaftliche Probleme lösen. Die Forschung wird bis 2020 mit insgesamt knapp 80 Mrd. Euro EU-Geldern gefördert.
Die Forschung im Bereich Lasertechnik soll die europäische Industrie stärken und gesellschaftliche Probleme lösen. Die Forschung wird bis 2020 mit insgesamt ca. 77 Mrd. Euro EU-Geldern gefördert.

Insgesamt 77 Mrd. Euro an Fördergeldern stehen über das EU-Programm Horizont 2020 zur Ausschreibung. Das Forschungsinfrastrukturprojekt Laserlab-Europe, in dem 33 europäische Laserforschungseinrichtungen vertreten sind, erhielt in der ersten Ausschreibungsrunde 10 Mio. Euro aus diesem Topf.

Das Projekt Laserlab-Europe wurde vor ungefähr zehn Jahren ins Leben gerufen und soll heute Wissenschaftlern Zugang zu Großgeräten bieten, über die sie an ihren eigenen Forschungsstandorten nicht verfügen - auch über die Ländergrenzen hinaus. Außerdem fördert das Laserlab-Europe gemeinsame Forschungsaktivitäten und den Wissensaustausch. Dazu bietet es Zugang zu 22 nationalen Forschungseinrichtungen, auf die sich Wissenschaftler bewerben können. Wird der Antrag von externen Gutachtern angenommen, werden die Reise- und Aufenthaltskosten sowie die anfallenden Kosten für die bewilligte Laborzeit von den EU-Geldern des Laserlabs bezahlt.

Verwendung der Fördergelder

Der eingeworbene Betrag von 10 Mio. Euro entspricht der höchstmöglichen Förderung für bereits bestehende Wissenschaftsnetzwerke, deren Arbeitsschwerpunkt im Aufbau einer Forschungsinfrastruktur liegt. Die Gelder sollen für vier gemeinsame Forschungsaktivitäten in Bereichen eingesetzt werden, denen eine hohe gesellschaftliche Relevanz zugeschrieben wurde – namentlich sind das die Gebiete:

  • Biomedizinische Optik für Lebenswissenschaften (Life Science)
  • Innovative Lasertechnik
  • Photonik-Methoden für die Bereiche Materialanalyse, Nanoforschung und Sensorik
  • Lasergestützte Quellen für hochenergetische Photonen und Partikel für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen (z.B.  für Strahlentherapien gegen Krebs)

Koordination und Vernetzung möchte das Laserlab-Europe für den Austausch über Best Practice und relevante technologische Fragestellungen anbieten. Zusätzlich sollen gemeinsame Trainingsmaßnahmen für Gastwissenschaftler organisiert werden, um ihnen die optimalen Nutzung der Forschungsinfrastrukturen zu zeigen.