Virtuelle Realität Fakultät für Psychologie richtet VR-Labor ein

VR-Technik für die psychologische Untersuchung: An der Universität Trier wird im VR-Simulator eine Gesprächssituation nachgestellt.
VR-Technik für die psychologische Untersuchung: An der Universität Trier wird im VR-Simulator eine Gesprächssituation nachgestellt.

An der Universität Trier arbeiten Psychologen und Stressforscher zukünftig mit VR-Brillen. Der seit 1993 etablierte Trierer Stresstest wurde bereits in einer Doktorarbeit in die virtuelle Umgebung übertragen.

Der Standardisierungsgrad und die Aussagekraft von psychologischen Untersuchungen lässt sich mit virtuellen Hilfsmitteln erhöhen. So lautet eines der ersten Ergebnisse, die im VR-Labor der Universität Trier gewonnen wurden.

Dafür haben die beiden Doktoranden Benjamin Buttlar und Patrick Zimmer den Trierer Stresstest modifiziert. Er wurde ursprünglich 1993 etabliert, um die Reaktion von Menschen auf sozialen Stress zu untersuchen. Stress wird dabei durch ein fingiertes Vorstellungsgespräch erzeugt, das Buttlar und Zimmer nun in eine virtuelle Umgebung übertragen haben. Anschließend verglichen sie den Versuch mit der Durchführung unter herkömmlichen Bedingungen.

DFG-gefördertes Projekt

Finanziert wird das VR-Labor von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Federführend bei der Einwerbung der Drittmittelförderung war Prof. Dr. Eva Walther aus dem Bereich Sozialpsychologie. Sie sieht die Neuanschaffung in erster Linie als Investition in junge Wissenschaftler, die an der Universität nun Forschungsbedingungen vorfänden, die nicht überfall zu finden seien.

Mit aktuell mehr als 1.000 Studenten ist das Fach Psychologie eines der größten an der Universität Trier. Perspektivisch sollen auch andere Fachbereich von der VR-Technik Gebrauch machen. Den meisten Nutzen hätten davon Lehramt und Pflege, so die Dekanin Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry.