Lighting Technology 2017 Entwicklermesse im Rückblick

Vom 10. bis 12. Oktober fand erstmals die Entwicklermesse Lighting Technology statt. Was gab es zu sehen? Die Elektronik war vor Ort.

Die Lighting Technology wurde als Messe für Leuchtenentwickler ins Leben gerufen. Gleich zu Beginn heißt ein großes Begrüßungsbanner am Südeingang des Messezentrums Essen die »Macher des Lichts« willkommen. Auf der Ausstellungsfläche fanden sich entsprechend auch ausschließlich Komponenten und Systeme zur Leuchten-Entwicklung und keine fertigen Anwendungen für den Endnutzer. Zu sehen gab es LED-Treiber, LEDs und LED-Module, Verbindungstechnik und Überspannungsschutz, Optiken, Messtechnik und Simulationssoftware.

Auch einige Halbleiterunternehmen waren vertreten. Inova Semiconductors stellte zum Beispiel gemeinsam mit NXP das Konzept einer digitalen LED zur Interieurbeleuchtung im Automobil vor: Ein intelligenter LED-Controller ist zusammen mit drei LEDs (R, G und B) in einem 3 x 4 mm² Gehäuse untergebracht. Über einen Mikrocontroller können insgesamt 4096 dieser miniaturisierten LED-Module angesteuert und orchestriert werden. Im intelligenten Controller werden die Kenndaten der R-, G- und B- LED hinterlegt und für die Ansteuerung berücksichtigt. Der Entwickler kann so auch mit LEDs, die nach weniger strengen Toleranzen hergestellt und gebinnt wurden, ein homogenes Lichtbild erzeugen, denn Variationen in der LED-Kennlinie und im Lichtstrom der LEDs werden durch den Controller ausgeglichen. Ein RGB-Modul kann rund 16 Millionen Farben darstellen.

Worüber wurde gesprochen?

An den Ständen und in den begleitenden Workshops war in erster Linie das Flicker-Problem von Interesse, das durch die Gleichstromwandlung und, besonders ausgeprägt, durch das Dimmen über Pulsweitenmodulation entsteht. Immer häufiger erreichen die Leuchtenanbieter Reklamationsanfragen ihrer Kunden, die sich besorgt über die gesundheitlichen Auswirkungen von nicht visuell wahrnehmbarem Flimmern (ca. 100 Hz und höher) zeigen.

Rede und Antwort standen dazu in erster Linie die Messtechnik- und Treiber-Hersteller. Die gesundheitlichen Auswirkungen von Flimmern oberhalb der Flimmerverschmelzungsgrenze seien für eine begründete Sorge bislang noch zu wenig erforscht. Eine überzeugende Lösung bietet der Treiber-Hersteller Code Mercenaries an. Ihr Treiber (»LED-Warrior04«) arbeitet für die Gleichstromwandlung mit sehr hohen Frequenzen zwischen 400 kHz und 2 MHz und nutzt für die Dimmung über Pulsweitenmodulation ein Spreizspektrum mit einer Bandbreite zwischen 182 Hz und 187,5 kHz. Flimmereffekte lassen sich so effektiv unterdrücken.