Erneuerbare Energien: Einspeisevergütung verursacht Solar-Boom in England

Die Einführung einer Einspeisevergütung führt in England zu einem Solar-Boom in England
Die Einführung einer Einspeisevergütung führt in England zu einem Solar-Boom in England

Die Einführung einer Vergütung für die Einspeisung von Solar-Strom in das Stromnetz zum 1. April 2010 hat in England einen regelrechten Boom ausgelöst. Das Marktforschungsunternehmen Greenbang berichtet, dass innerhalb von sechs Monaten nach Einführung der Vergütung mehr als 10.000 Solar-Anlagen ans Netz gingen. Damit sind in England nun doppelt so viele Solar-Anlagen in Betrieb wie im Jahr 2009.

Der Einspeisetarif bietet den privaten Erzeugern von "erneuerbaren Energien" bis zu einer Jahresproduktion von je 5 Megawatt eine Vergütung für die Einspeisung. Die Tarife sind gestaffelt, da die verschiedenen Systeme (Solar, Windkraft, Wasserkraft, Biogas) unterschiedlich hohe Investitionen erfordern. Die Besitzer von Solar-Anlagen erhalten die höchsten Vergütung, weil hier die Kosten für die erzeugte Kilowattstunde am höchsten sind.

In Deutschland haben sich im Januar 2011 das Bundesumweltministerium ((rot))(www.bmu.de) und der Branchenverband BSW-Solar ((rot))(www.solarwirtschaft.de) eine Kürzung der Solar-Förderung verhandelt. Die Einspeisevergütung soll zum 1. Juli 2011 gesenkt werden, die Höhe der Absenkung richtet sich nach der Anzahl der Solar-Panel, die in den nächsten Monaten in Deutschland installiert wird. Je nach installierter Gesamt-Spitzenleistung wird die Absenkung zwischen drei und zwölf Prozent betragen. Zum Jahresende sinkt die Förderung dann um weitere neun Prozent.