OLED-Forschung Einen Schritt näher an druckbarer OLED

Prototyp der in Mainz entwickelten OLED. Es beleuchtet das Logo des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung.
Prototyp der in Mainz entwickelten OLED. Es beleuchtet das Logo des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung.

Max-Planck-Forscher haben eine OLED mit nur noch einer Schicht entwickelt. Sie lässt sich deutlich einfacher fertigen – bald eventuell im Druckprozess.

Das Einschicht-Konzept wurde am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) entwickelt. Ein Prototyp erreicht bei 2,9 V rund 10.000 cd/m² und einen externen Wirkungsgrad von 19 Prozent. Damit liegen die Forscher im und teilweise deutlich über dem Leistungsbereich von serienfertigen OLEDs für Smartphone-Displays.

Die Lebensdauer ist mit 2000 Stunden (LT50) für industrielle Anwendungen noch nicht ausreichend, so Gruppenleiter Dr. Gert-Jan Wetzelaer. Auf diesen Aspekt fokussiert sich nun die weitere Forschungsarbeit.

Heutige OLEDs bestehen aus fünf, sieben oder mehr Schichten. Sie werden zum Landungstransport oder für das effiziente Einbringen von Elektronen in die aktive Schicht genutzt. Mit nur noch einer Schicht vereinfacht sich der Herstellungsprozess für OLEDs deutlich und ebne den Weg für druckbare Displays auf OLED-Basis, so das MPI.

Das Einschicht-Konzept der MPI-Forscher basiert auf TADF-Emittern (Thermal Activated Delayed Fluorescence), die ohne Seltene-Erden auskommen. TADF-Materialien sind der Industrie bereits gut bekannt. Die industrienahen Materialforscher Cynora aus Deutschland oder Kyulux aus Japan arbeiten seit mehreren Jahren an effizienten Emittern mit geeignetem Farbraum.