Marktforschung Displays Durchbruch bei den OLED-Displays

OLED-Displays stehen vor dem Durchbruch
OLED-Displays stehen vor dem Durchbruch

Active-Matrix-OLED-Displays werden in diesem Jahr in die Massenproduktion gehen. Das prognostiziert das amerikanische Marktforschungsunternehmen iSuppli.

Durch die erheblichen Investitionen, die von den koreanischen Firmen Samsung und LG in neue Materialien, Prozesse und Fertigungskapazität getätigt wurden, werden die OLED-Displays für die Ausstattung von Mobiltelefonen erhebliche Marktanteile gewinnen. 2011 könnte zudem das Jahr sein, in dem Fernsehgeräten mit AM-OLED-Displays der Sprung in die Regale des Fachhandels gelingt.

Auch die 3D-Technologie wird in diesem Jahr immer mehr zur Standard-Ausstattung der hochwertigeren Fernsehgeräte. Nahezu alle Gerätehersteller werden auf diesen Zug aufspringen. Die Marktforscher von iSuppli rechnen damit, dass hier auch Geräte auf den Markt gebracht werden, bei denen die 3D-Bildqualität nicht ausreichend ist. Diese Marken können zwar kurzfristig Erfolge verbuchen, riskieren aber langfristig einen Vertrauensverlust bei den Kunden, da in den nächsten zwei Jahren damit zu rechnen ist, dass Systeme auf den Markt kommen, die eine 3D-Betrachtung ohne Brille erlauben. Darüber hinaus wird damit gerechnet, dass in diesem Zeitrahmen auch die 3D-Projektoren zur Marktreife gelangen.

Ein weiterer Trend, den die amerikanischen Marktforscher ausgemacht haben, ist der "Run" der Industrie auf eine neue Variante des PC, auf das "Tablet". Die Marktforscher erwarten, dass in diesem Jahr 57,6 Mio. dieser Geräte verkauft werden (2010: 17 Mio.). Der Marktanteil von Apple soll in dieser Gerätekategorie bei mehr als 70 Prozent liegen. Auch in den nächsten beiden Jahren wird sich, so die Prognose, daran nicht viel ändern, obwohl mindestens ein Dutzend Hersteller "Tablets", ähnlich dem iPad, anbieten werden, darunter Samsung, Hewlett-Packard, Research in Motion und Dell. Der Erfolg der neuen Geräte wird aller Voraussicht nach dazu führen, dass weniger Notebooks und Netbooks verkauft werden. Die unterschiedlichen Display-Formate der Geräte aber ziehen für die Display-Hersteller zusätzliche Unsicherheiten für die Produktionsplanung nach; es wird daher für bestimmte Display-Typen eine Verknappung bzw. ein Überangebot erwartet.