Data Modul investiert in Optical Bonding Display Distributor auf dem Weg zum Systemanbieter

Data Modul hat als Display-Distributor begonnen und seine Kompetenzen schrittweise erweitert. In dieser EMV-Kammer stellen die Weikersheimer sicher, dass ein ausgeliefertes Modell bzw. eine Systementwicklung auch die EMV-Prüfung besteht.
Data Modul hat als Display-Distributor angefangen und Stück für Stück seine Kompetenzen erweitert. In dieser EMV-Kammer stellen die Weikersheimer sicher, dass ein ausgeliefertes Modell bzw. eine eigene Systementwicklung auch die EMV-Prüfung besteht.

Data Modul hat seine Kapazität für Optical Bonding Prozesse erhöht. Dafür wurde der Maschinenpark am Produktions- und Logistikstandort in Weikersheim erweitert und gehört für Optical Bonding nun zu einem der größten und modernsten in Europa.

Data Moduls Hauptsitz ist offiziell zwar in München, aber das heimliche Hauptquartier ist in Weikersheim. Hier befindet sich die Produktion und Logistik des Display-, Embedded- und Touch- Spezialisten. »Alles was wir verkaufen geht über den Standort Weikersheim«, sagt Data Moduls Standortleiter Michael Scheuenstuhl.

Und vom Verkauften geht auch etwas nach Weikersheim zurück: 4 Prozent vom Umsatz sollen laut erklärtem Firmenziel in Forschung und Entwicklung gehen, die ebenfalls dort angesiedelt ist. Soweit der Plan für die Zukunft. In der Gegenwart hat das Unternehmen seinen Klasse-7 Reinraum um zusätzliche 180 m² auf nun insgesamt 400 m² erweitert. Ausgefüllt wird der geschaffene Bereich unter anderem mit einer neuen Doppelschlitten Bondingmaschine zur Flüssigverklebung von Touch-Sensoren mit Glas-Displays mit Diagonalen bis 18,5 Zoll. Damit wurde der Maschinenpark für Optical Bonding auf insgesamt drei Bondingmaschinen der Reinraumklasse 6 erweitert und ist damit, laut Data Modul, europaweit zurzeit der einzige und größte dieser Qualität.

Neben dem Equipment zur Flüssigverklebung – auch LOCA-Bonding (liquid optically clear adhesive) genannt – werden in Weikersheim auch Anlagen zum Bonden von folienbasierten Touch-Sensoren betrieben. Das Bonden geschieht hier ebenfalls im Reinraum, aber über eine Folienverklebung. Für dieses OCA-Bonding (opically clear adhesive) wird eine Film/Film Laminiermaschine benötigt. Lufteinschlüsse und andere Defekte, die beim Bonden zwischen Display und Touch-Sensor auftreten, werden durch anschließendes thermisches Behandeln in einem Autoklaven zum Großteil entfernt.