10 Jahre EPIC Die Photonik macht es möglich

160 Delegierte aus 26 Ländern nahmen an dem Festakt zum zehnjährigen Bestehen des European Photonics Industry Consortium (EPIC) der EPIC teil. EPIC unterstützt europäische Institutionen und Unternehmen der Photonik.

Die Mitglieder des Konsortiums kommen aus den Bereichen Solarenergie, photonische integrierte Schaltungen, optische Komponenten, Laser, Sensoren, Bildverarbeitung, Displays, Projektoren, Lichtwellenleiter und LED-Beleuchtungstechnik sowie weiteren Technikfeldern der Photonik. Carlos Lee, General Director von EPIC, erinnerte in seiner Begrüßungsansprache „EPIC – Enabling Photonics Industry Collaboration since 2003” daran, dass die Photonik nicht in jedem Fall große Fertigungskapazitäten benötigt, sondern dass es für die Unternehmen in dieser Branche immer wichtig war, Zugang zu Pilotlinien zu erhalten, die z.B. bei Foundries oder an Universitäten betrieben wurden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wissenschaft, Forschung und Anwendungen“, die mit einem Übersichtsvortrag von Luc Van den hove, CEO des belgischen Forschungsinstitutes Imec, eingeleitet wurde. Van den hove gab einen Einblick in aktuelle Entwicklungen der Elektronik und Photonik im Bereich der Medizin und Life Sciences. In der nachfolgenden Diskussion erinnerte der Direktor des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme (ISE) daran, dass für den Aufbau von Produktionsanlagen mit großen Kapazitäten der Zugang zu Kapital entscheidend ist. Darüber hinaus erläuterte er die Kostenstruktur von Photovoltaik-Einrichtungen und machte darauf aufmerksam, dass die Anlagen in einigen Regionen bereits wettbewerbsfähig sind. In der Podiumsdiskussion zum Thema „Industrie, Wettbewerbsfähigkeit und Führungsanspruch“ wies der ehemalige CEO des Start-up Caliopa, Martin de Prycker, darauf hin, dass öffentliche Förderung auch wie ein goldener Käfig wirken könne, und ermutigte die Innovatoren, es mit einem Start-up auf eigene Faust zu versuchen.

EPIC President Drew Nelson forderte, dass die Vorschriften und Gesetze in Europa auch an den Prioritäten der Länder ausgerichtet werden müssten, und brachte als Beispiel, dass die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) die Verbindungshalbleiter GaAs und InP auf die SVHC-Liste (Substances of Very High Concern) gesetzt hat. Die EPIC habe in dieser Angelegenheit um Prüfung gebeten. An der anschließenden Veranstaltung zur Förderpolitik der Europäischen Kommission (EC) nahmen 70 Unternehmen teil, die bereits einschlägige Erfahrungen mit der EU-Förderung sammeln konnten und sich auch bei den künftigen Programmen bewerben werden. Zusätzlich zu den Ausschreibungen in der Photonik wurden hier auch solche aus dem Gebiet der Elektronik vorgestellt.

Die EPIC wird künftig gemeinsame Treffen mit Sektoren wie Life Sciences, Transport, Security und Energie veranstalten. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass in diesen Anwendungsfeldern die Photonik eine wesentliche Rolle, die des „Enabler“ spielen kann. Eine einmalige Gelegenheit, die Photonik stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken, besteht im Jahr 2015, das die Vereinten Nationen zum „Jahr des Lichts“ erklärt haben. Die Initiative wird von der EPIC unterstützt.