Osrams neuer Innovationsinkubator Brückenbau zu neuen Geschäftsmodellen

Osram hat mit der Fluxunit GmbH eine neue Unternehmenseinheit gegründet und stellt damit eine weitere Weiche, um sich strategisch auf Halbleiter- und digitale Beleuchtungstechnik auszurichten.

Die Gründung der Fluxunit GmbH ist Teil der 3 Mrd. Euro schweren Innovations und Wachstumsinitiative »Diamond«, die Osram Ende 2015 vorgestellt hat. Mit den Investitionen will der Münchener Beleuchtungshersteller auf den relativ schnell vonstatten gegangenen Wandel des Beleuchtungsmarkts – weg von Glüh- und Halogenleuchten und hin zu vernetzten Festkörperleuchten – reagieren und sich als führender Anbieter von vernetzten LED-Beleuchtungssystemen aufstellen. Dabei kommt der Fluxunit GmbH die Aufgabe zu, interne sowie externen Projektvorschläge für neue Produkte und neue Geschäftsideen zu evaluieren und zu fördern. Daher versteht Osram das neue Tochterunternehmen auch als die erste Anlauf- und Andockstelle für interne und externe Startups. Die Mitarbeiter von Fluxunit werden sich laut Osram mit Projekten befassen, die über das klassische Geschäft eines Lichtanbieters hinausgehen und das Ziel verfolgen, diese Projekte von der Entwicklung bis zum marktreifen Produkt zu begleiten.

Die in München in eigenen Räumlichkeiten angesiedelte Fluxunit arbeitet zwar eng mit der Innovations- und Strategieabteilung von Osram zusammen, besteht aber außerhalb der »etablierten Strukturen«, um eine »flexible Unternehmenseinheit« zu sein, wie Osram weiter mitteilte. Dass die immer mit einem finanziellen Risiko verbundene Förderung von Innovationsprojekten die Geschäftszahlen der profitablen Unternehmenszweige nicht drücken soll, könnte ein weiterer Grund für die Ausgliederung dieser, von Osram als notwendig erkannten, Tätigkeit in eine eigene GmbH sein.

Osrams Technikvorstand Stefan Kampmann verspricht sich vom neu gegründeten Innovationsinkubator eine schnellere Umsetzung von neuen Produktideen, um auf dem digital gewordenen Beleuchtungsmarkt Schritt zu halten: »Dank der Fluxunit sind wir so schnell, wie es die Digitalisierung erfordert.«