SmartPhone-Displays Apple sichert sich Ressourcen

Nach Berichten des Marktforschungsunternehmens iSuppli hat Apple rund 3,9 Mrd. Dollar für Maßnahmen aufgewendet, die eine künftige Versorgung mit den Display des Typs "Retina" für die Ausstattung von iPhone und iPad sicherstellen.

Apple COO Tim Cook hatte bei der Vorstellung der Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres mitgeteilt, dass langfristige Verträge mit drei Display-Herstellern geschlossen wurden. Die Marktforscher von iSuppli vermuten, u.a. nach den Informationen der von iSuppli durchgeführten "Tear Down"-Analysen, dass es sich hierbei um die Unternehmen LG Display, Sharp und Toshiba Mobile Display handelt. Bei dem Retina-Display handet es sich um ein LC-Display, in dem die Flüssigkristalle nach dem IPS-Verfahren (In-Plane Switching) geschaltet werden und dessen aktive Elektronik in Polysilizium realisiert wird, das in einem Niedertemperatur-Prozess (LTPS) auf dem Gorilla-Glas-Substrat abgeschieden wird.
 
Nach Angaben von iSuppli hat Apple allein im letzten Jahr für mehr als 2 Mrd. Dollar LC-Displays eingekauft. Durch die langfristigen Verträge mit den wichtigsten Lieferanten könnte sich Apple den Löwenanteil an der Produktion von hochauflösenden ILS-LC-Displays in LTPS-Technologie sichern. Eine Rolle spielt dabei der Umstand, dass die Ausbeute bei der Fertigung vergleichsweise niedrig ist. Zudem ist die Fertigungskapazität für diesen Typ LC-Displays derzeit eingeschränkt; ein überproportionaler Anstieg der Nachfrage nach Smartphones und Tablets würde hier rasch Engpässe verursachen. Eine Alternative zu den IPS-LC-Displays, die sich insbesondere durch den großen Betrachtungswinkel auszeichnen, stellen die AM-OLED-Displays (Active Matrix) dar. Die auf organischen LEDs beruhenden SmartPhone-Displays werden derzeit von Samsung Mobile Displays und LG Display hergestellt, auch sind bei steigender Nachfrage Lieferschwierigkeiten vorprogrammiert.