Osram-Übernahme Advent und Bain Capital wollen Ams überbieten

Rochade der Finanzinvestoren: Im Wettbieten um Osram ist Advent an die Stelle von Carlyle getreten. Ein neues Angebot jenseits der 38,50 Euro pro Aktie wurde angekündigt.
Rochade der Finanzinvestoren: Im Wettbieten um Osram ist Advent an die Stelle von Carlyle getreten. Ein neues Angebot jenseits der 38,50 Euro pro Aktie wurde angekündigt.

Das Werben um Osram geht weiter: Advent hat zusammen mit Bain Capital ein neues Übernahmeangebot für alle ausstehenden Osram-Aktien in Aussicht gestellt.

Nun also doch ein Wettbieten um Osram. Nach Angaben des Münchner Traditionsunternehmens haben sich Advent und Bain Capital zu einem Bieterkonsortium zusammengeschlossen und ein neues Übernahmeangebot für alle ausstehenden Osram-Aktien angekündigt, vorbehaltlich einer Due-Dilligence-Prüfung in der nächsten Woche. Im Schreiben des Konsortiums an den Vorstand von Osram stellt es einen »bedeutenden Aufschlag« gegenüber der aktuellen Offerte von Ams (38,50 Euro je Aktie) in Aussicht.

Vor einigen Monaten unterbreiteten die beiden Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle ein Angebot über 35,00 Euro je Aktie. In diesem Zuge wurde eine Investorenvereinbarung ausgehandelt, die dem Münchner Unternehmen Wachstumsperspektiven statt Angst vor Zerschlagung eröffnete. Die Annahme des aktuellen Angebots von Ams empfahl der Vorstand nach eigener Aussage vor allem aufgrund von finanziellen Überlegungen. Die wären überholt, wenn das neue Bieterkonsortium das angekündigte verbindliche Angebot tatsächlich unterbreitet.

Für diesen Fall hätten Advent und Bain Capital bereits eine Investorenvereinbarung analog der bisherigen von Bain und Carlyle angekündigt, teilte Osram mit. In der damaligen Vereinbarung wurden Schutzzusagen für Mitarbeiter und Standorte festgeschrieben, die Weiterführung unter bestehendem Namen und der Verbleib der Gesellschaft in München vereinbart. Auch die Rechte an allen Patenten lägen weiter bei Osram.