Telepräsenzroboter Abwesend und doch präsent

Ein entfernter Mitarbeiter nimmt per Telepräsenz­roboter an einem Meeting teil.
Ein entfernter Mitarbeiter nimmt per Telepräsenz­roboter an einem Meeting teil.

Telepräsenzroboter sind die Weiterentwicklung der Videokonferenz. Teilnehmer sind nicht nur über einen unbeweglichen Bildschirm präsent, sondern können einen Roboter voller Sensorik fernsteuern und so mit ihren Gesprächspartnern interagieren.

Das Konzept trifft aktuell den Nerv vieler Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen. In ihren Konferenzräumen stehen bereits Telepräsenzroboter und auch im kalifornischen Palo Alto streift ein Modell des ebenfalls dort ansässigen Herstellers Suitable Technologies durch die Gänge der örtlichen Bibliothek.

Was zunächst typisch amerikanisch anmutet, trägt auch eine bayerische Handschrift: Im neuesten Profi-Modell ‚BeamPro2‘ der Kalifornier laufen alle Sensordaten auf einem COM-Express-Modul vom Entwicklungspartner Data Modul zusammen. Es basiert auf einem Intel-Core_Prozessor der 7. Generation und arbeitet mit einem hausintern entwickelten Embedded-Controller, über den ein I/O-Multiplexer, ein SPI-Bus und eine Watchdog-Funktion bereitgestellt werden. Das 24-Zoll-Display mit PCAP-Touch ist ebenfalls eine Data-Modul-Entwicklung und funktioniert auch noch hinter 1 mm starkem Schutzglas zuverlässig. Koordiniert haben sich die beiden Entwicklungsteams übrigens mit einem Telepräsenzroboter.

Data Modul auf der embedded world 2018: Halle 1, Stand 234