Vodafone und Signify kooperieren 5G kombiniert mit LiFi für Endverbraucher

Zuverlässige Datenverbindung auch unter rauen Betriebsbedingungen demonstriert: Ein Backhaul mit kombinierter LiFi- und 5G-Technik arbeitet auch unter Wasser.
Zuverlässige Datenverbindung auch unter rauen Betriebsbedingungen demonstriert: Ein Backhaul mit kombinierter LiFi- und 5G-Technik arbeitet auch unter Wasser.

Vodafone Deutschland und Signify kooperieren, um die beiden Kommunikationstechnologien 5G und LiFi zu verzahnen. Entstehen soll eine schnelle und ausfallsichere Zwei-Wege-Kommunikation für Endverbraucher.

Gemeinsam wollen beide Unternehmen künftig Möglichkeiten erforschen, wie sich LiFi und 5G in lokalen Netzwerken sinnvoll ergänzen können. Unter dem Namen Trulifi hat Signify (ehemals Philips) vor kurzem ein LiFi-System eingeführt, das in Philips Leuchten verbaut werden kann. Es nutzt die Beleuchtungsinfrastruktur für den Aufbau einer sicheren Hochgeschwindigkeits-Breitbandverbindung. Maximal 250 Mbit/s lassen sich mit dem System übertragen.

Im industriellen Bereich wird LiFi als Ergänzung zur Datenübertragung per Funk erprobt, um drahtlose Übertragung ausfallsicherer zu machen oder in Bereichen überhaupt erst zu ermöglichen, in denen Funkfrequenzen aus technischen oder Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden können. Pilotprojekte führen unter anderem BMW und das Fraunhofer HHI durch. 5G und LiFi arbeiten unabhängig voneinander, sodass im Bedarfsfall auf eine redundante Verbindung zurückgegriffen werden kann. Denkbar sind auch Anwendungen in der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation (V2V) und Cellular V2X, der direkten Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Umfeld.

Grundlage für den Anschluss von Geräten, Maschinen und Fahrzeugen ist ein festes Punkt-zu-Punkt-System, das als »drahtloses Kabel« fungiert. Das Kooperationsprojekt wird Vodafone auf dem IEEE 5G Summit in Dresden im Detail vorstellen.