First Lego League an der FH Kiel Stein auf Stein - Ideen für das Bauen der Zukunft

Bauen was das Zeug hält, heißt es am 30. November in Kiel. Denn dann richtet das RobertaRegioZentrum der Fachhochschule Kiel bereits zum sechsten Mal einen der Regionalwettbewerbe der »First Lego League« (FLL) aus. 2019 steht die Zukunft des Bauens im Mittelpunkt.

Städte und Gemeinden lebenswert und nachhaltig zu gestalten, ist eine Zukunftsaufgabe, an der alle teilhaben können. Auch die Schüler-Teams, die am Forschungs- und Roboterprogramm »First Lego League« (FLL) teilnehmen, stellen sich in diesem Jahr dieser Herausforderung und gestalten das »Bauen der Zukunft«. Dazu sollen sie Ideen entwickeln, wie sich Transport, Umwelt und Architektur nachhaltig entwickeln lassen, sodass Städte und Dörfer für alle Menschen lebenswert sind und es auch lange bleiben.

Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, setzen sich Schüler und Schülerinnen zwischen 9 und 16 Jahren im Rahmen des Bildungsprogramms mit Stadtentwicklern, Architekten sowie Umweltingenieuren und deren Tätigkeiten auseinander. So sollen sie sich Themen wie Verkehr, Barrierefreiheit und sogar Naturkatastrophen annähern und Lösungen für die Herausforderungen moderner Architektur- und Stadtentwicklung entwickeln.

Die Aufgaben für die die diesjährige Saison »CITY SHAPERSM – Gestaltet das Bauen der Zukunft« wurden am 1. August veröffentlicht. Um teilzunehmen, erhalten alle Teams neben einem selbst gewählten Forschungsauftrag außerdem themenbezogene Spielfeld mit 14 vorgegeben Aufgaben, die es mit einem selbst gebauten und programmierten Roboter zu lösen sind. Dabei müssen die Roboter, die auf dem Roboterkit »Lego Mindstorms« basiert, so programmiert sein, dass er selbstständig auf dem Spielfeld agiert. Bewertet werden von der Jury außerdem die Kategorien Roboterdesign und Teamwork.

Insgesamt finden 83 Regionalwettbewerbe statt. An der FH Kiel treffen am 30. November 16 Teams aufeinander. Angemeldet haben sich rund 130 Schüler zwischen zehn und 16 Jahren von einer Hamburger und 15 schleswig-holsteinischen Schulen. Die besten Teams qualifizieren sich für ein Semi-Finale und haben die Chance, sich von dort aus für das Finale der sieben Länder Deutschland, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Ungarn und Tschechische Republik zu qualifizieren.

Keine Frage des Alters

Parallel zum Regionalwettbewerb findet in Kiel außerdem bereits zum dritten Mal der First Lego League Junior-Wettbewerb statt. Dabei treten 30 Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren in sechs Teams gegeneinander an und präsentieren ihre Ideen. In diesem Jahr sind die Junior-Teams dazu angehalten, das Gebäude der Zukunft zu entwerfen.

 

 

Hintergrund: First Lego League

Das internationale Bildungsprogramm First Lego League will den naturwissenschaftlichen Nachwuchs im Alter von neun bis 16 Jahren fördern. Im Pilotjahr 2001 traten 16 Teams an, 2019 sind es bereits 1100 aus sieben zentraleuropäischen Ländern. Zentraleuropäischer Schirmherr ist der gemeinnützige Verein HANDS on TECHNOLOGY (HoT e. V.).

Weltweit wird die FLL inzwischen in mehr als 70 Ländern mit über 23.000 Teams durchgeführt. Die First Lego League Junior findet seit 2016 statt.