TQ-Systems zeigt Franka Solution Center Schüler programmieren Panda-Roboter

Schüler und Lehrer aus Starnberg gemeinsam mit TQ-Mitarbeitern im Franka Solution Center in Durach.
Schüler und Lehrer aus Starnberg gemeinsam mit TQ-Mitarbeitern im Franka Solution Center in Durach.

TQ-Systems hat die Robotik-AG des Gymnasium Starnbergs ins Franka Solution Center eingeladen. Lehrer und Schüler durften in einer Schulung des Panda-Roboters selbstständig programmieren. Die erfolgreiche MINT-Bildung ist auch gegen den Fachkräftemangel eine wichtige Maßnahme, wie eine Studie zeigt.

Panda von Franka Emika ist der kollaborative Roboter für jedermann: preiswert und einfach einzurichten. Er ermöglicht es Unternehmen, die Kosten für monotone und langwierige Aufgaben deutlich zu senken und gleichzeitig die Mitarbeiter für anspruchsvollere Aufgaben zu entlasten. Einen ganzen Tag lang durfte die Robotik-AG aus Starnberg selbst Hand anlegen und das Können sowie die einfach Bedienung des Pandas testen.

Schulen mit Robotern ausstatten

Nachdem die Komponenten des Robotersystems kurz vorgestellt wurden, konnten die Schüler die ersten Programme erstellen und ausprobieren. Durch die App-basierte Programmieroberfläche war es den Schülerinnen und Schülern möglich, sehr schnell und eigenständig Aufgaben, beispielweise das Sortieren und Stapeln von Bauteilen, zu programmieren.

Mit den Lehrern wurden Ideen diskutiert, für welche Projekte in der Robotik-AG der Roboter an der Schule verwendet werden könnte. TQ plant in Zukunft verschiedene Schulen in der Umgebung mit Robotern auszustatten, um Schülerinnen und Schülern frühzeitig an die Technologien der Zukunft heranzuführen.

Frühe Förderung gegen den Fachkräftemangel

Wie wichtig die früher Förderung im MINT-Bereich ist, belegt eine von der Dr. Hans Riegel-Stiftung geförderte Studie der Universität Würzburg »Für eine erfolgreiche MINT-Bildung in Deutschland sind wirksame außerschulische Programme wie die World Robot Olympiad unverzichtbar und können als Impulsgeber für andere Programme sowie die schulische Bildung dienen«, erklärt Prof. Dr. Martin Hennecke von der Universität Würzburg, unter dessen Federführung die Studie durchgeführt wurde.

Seit einigen Jahren nehmen tausende Schülerinnen und Schüler in Deutschland und weiteren Ländern an Roboter-Wettbewerben teil und setzen sich in Teams mit Technik und naturwissenschaftlichen Themen auseinander. Die World Robot Olympiad (WRO) ist einer der Roboter-Wettbewerbe, der Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik begeistern möchte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiten in 2er- oder 3er-Teams an jährlich neuen Aufgaben. Bei den Wettbewerben bauen die Teams ihre Roboter abhängig von verschiedenen Wettbewerbskategorien, teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 6–19 Jahren. In Deutschland organisiert der in Menden sitzende Verein »Technik begeistert e.V.« die World Robot Olympiad.

Die Evaluationsstudie gliederte sich in zwei Teilstudien: In der ersten Teilstudie erfolgte eine Untersuchung der Kompetenzentwicklung der teilnehmenden Teams. Hierzu wurden die Coaches der Teams mithilfe eines Fragebogens zur Kompetenzentwicklung der Kinder und Jugendlichen befragt (Fremdeinschätzung). Die Befragung erfolgte bei allen 33 regionalen Wettbewerben des WRO in der Saison 2019. Im Rahmen der zweiten Teilstudie wurden ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Alumni) mithilfe einer Online-Umfrage zur aktuellen beruflichen Situation und zum Einfluss der Wettbewerbe auf Selbstkonzept und Interesse bezüglich Informatik und Technik (als wichtige Indikatoren für deren spätere Studien- und Berufswahl) befragt.

Die Ergebnisse der Studie belegen die positive Entwicklung, die die Kinder und Jugendlichen durch ihre Wettbewerbsteilnahme durchlaufen: So ergaben die Befragungen beispielsweise, dass sich in 79 Prozent der Fälle eine positive Kompetenzentwicklung in den Bereichen Arbeitsweise und Problemlösefähigkeit nachweisen ließ. Überhaupt gehört – neben der technischen Weiterentwicklung der Jugendlichen – vor allem auch die Stärkung der sogenannten Soft Skills, darunter die Kommunikationsfähigkeit und Teamwork, zu den wesentlichen Folgen. Zudem gaben die ehemaligen Teilnehmer mit einem hohen Prozentsatz an, dass die Wettbewerbe positiven Einfluss auf ihre schulische Motivation bewirkt habe. Die Studienergebnisse belegen, dass bei der Kompetenzentwicklung der Teilnehmer nachweislich kein Decklungseffekt entsteht. Das bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer Altersklasse, ihrer Vorerfahrung, ihres Geschlechts und des erzielten Erfolgs bei der Wettbewerbsteilnahme Kompetenzen für ihre zukünftige Arbeitswelt entwickeln konnten.