Anatomische Hand für Cobots Roboter lernt Greifen

Die Greifhand für Cobots ist sowohl für Forschungs- als auch industrielle Zwecke geeignet.
Die Greifhand für Cobots ist sowohl für Forschungs- als auch industrielle Zwecke geeignet.

Forscht Ihr an Eurer Hochschule oder Universität mit Robotern? Dann könnte die neu entwickelte »SoftHand« genau das richtige für Euch sein. Sie kann greifen und bietet umfangreiche Schnittstellen.

Kollaborative Roboter, oder kurz Cobots, sind Industrieroboter, die im industriellen Umfeld zum Einsatz kommen. German Robotics aus Sauerlach bei München entwickelt Teile solcher Cobots. Ihre neueste Errungenschaft: eine anatomisch geformte Hand, die sogenannte »SoftHand«. Sie besteht aus 19 selbstheilenden Fingergelenken, die sogar ein Auskugeln problemlos überstehen. So ist sie für diverse Handling-Aufgaben bestens geeignet. Die SoftHand gibt es in zwei Ausführungen, für Forschungszwecke und für den Einsatz in der Industrie.

Für Forschung und Industrie geeignet

German Robotics richtet sich mit der Forschungs-Version sowohl an Forschungs- und Testinstitute als auch Bildungseinrichtungen wie Hochschulen und Universitäten. Zahlreiche Software-Schnittstellen gewährleisten eine Verbindung mit Matlab-Simulink oder der Programmiersprache C. Außerdem vereinfachen sie die Integration in Prüfprogramme.

Als industrietaugliche Variante lässt sich die SoftHand als Greifer für Teile mit komplexen Geometrien oder in der Elektronikfertigung einsetzen. Beispielsweise kann die Hand lästige Greiferwechsel ersparen. Zwischen Daumen und einem Finger hält die Hand zuverlässig Objekte mit einem Gewicht von bis zu 600 g. Ist die ganze Hand aktiv, sind es sogar 2 kg. Dabei ist das Handgelenk drehbar. Die Handschuhe lassen sich ganz einfach auswechseln und sind in diversen Farben erhältlich. Mit ihrer Schutzart-Zulassung nach IP65 ist sie für feuchte oder staubige Umgebungen geeignet. In der Elektronikfertigung kann sie für das »Hineinwackeln« elektromechanischer oder großer elektronischer Bauteile benutzt werden.