Zukunftskongress in Stuttgart Next Frontiers - Galaxien, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat

Wissenschaft trifft Science Fiction: Was wie ein wunderbarer Traum klingt, wird von 27. bis 29. Juni in Stuttgart Realität. Der Zukunftskongress »Next Frontiers - Applied Fiction Days« bringt Wissenschaftler sowie Experten aus der Wirtschaft mit Science-Fiction-Autoren ins Gespräch.

Zu den Teilnehmern gehören unter anderem der deutsche Astronaut Reinhold Ewald, Professor für Astronautik und Raumstationen am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart, der Autor Andreas Eschbach und der französische Science-Fiction-Autor Jean-Michel Troung. An der Schnittstelle zwischen Fiktion und Wissenschaft werden sie mit dem Publikum über die wichtigen Entwicklungen unserer Zeit und Zukunft diskutieren.

Eröffnet wird »Next Frontiers« am Donnerstag, den 27. Juni, um 19.30 Uhr in der Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz. Gleich zum Auftakt beschäftigen sich Autor Andreas Brandhorst und Informations- und Maschinenethiker Prof. Dr. Oliver Bendel mit der Frage »Moralisch überlegen? Wird die KI als Superintelligenz der ‚bessere Mensch‘?«.

Der Blick auf die Sterne: Das sind die Themen

Der Zukunftskongress, der am 28. Juni stattfindet, beschäftigt sich mit einer Vielzahl spannender Themen. So diskutieren die Teilnehmer etwa, wie die Menschheit in Zukunft leben wird. Werden wir unsere Häuser und Wohnungen drucken – oder vielleicht sogar züchten? Hand in Hand mit der Frage nach den »Habitats of Future« geht auch ein weiteres Schwerpunktthema der Veranstaltung: Unter dem Titel »Sustainable Future« geht es darum, wie wir unseren Planeten – Bevölkerungsexplosion, Klimaentwicklung und Plastik im Meer zum Trotz – auch für künftige Generationen lebenswert erhalten können.

Gelingt es uns nicht, diese Probleme zu lösen, dann ist der Weltraum als »Final Frontier« vielleicht schon bald nicht mehr nur eine Option, sondern sogar die einzige Chance, die der menschlichen Zivilisation bleibt. Rohstoffe, Energie, Lebensraum – das alles könnte der Weltraum liefern. Tatsächlich steht die Tür zum Weltraum heute wieder viel weiter offen für Pläne und Projekte als in der Zeit nach den Apollo-Expeditionen. Doch welche Projekte werden das sein? Und welche Vision wird uns dabei antreiben?

Kein Weg vorbei geht auch an den aktuellen technischen Entwicklungen: Die Fortschritte in den Bereichen Big Data, Maschinenlernen, Data Mining und Künstliche Intelligenz klingen selbst oftmals nach Science Fiction. Sind »Intelligent System« Fluch oder Segen? Und ist die Menschheit überhaupt in der Lage mit den möglichen Konsequenzen dieser Entwicklungen umzugehen? Im vierten Themenblock will der Kongress der Frage nachgehen, ob Literatur, Filme und Serien den Menschen dabei helfen können, ihnen diese Entwicklungen und die damit verbundenen Veränderungen näherzubringen. Beschäftigen wird sich die Veranstaltung zudem mit Biotechnologie und dem Datenschutz in Zeiten der Digitalisierung.

Wer den Zukunftskongress verpasst, sollte am Samstag, den 29. Juni, das Next-Frontiers-Zukunftsfestival besuchen. Dann werden die Ergebnisse des Kongresses in sechs Gesprächen zusammengefasst. Außerdem gibt es Lesungen, Gespräche und Vorträge zur Science Fiction.

Mehr als nur Maultaschen – Stuttgart als Wissenschaftsstandort

Das Event findet im Rahmen des Stuttgarter Wissenschaftsfestivals »Smart und Clever« statt, das in diesem Jahr das erste Mal veranstaltet wird. Geplant sind 78 Großveranstaltungen, Einzelaktionen, Vorträge und Mitmachaktionen in der gesamten Stadt. Darunter sind wissenschaftliche, kulturelle und städtische Einrichtungen wie die Universitäten Stuttgart und Hohenheim, das Naturkundemuseum Stuttgart oder das Literaturhaus Stuttgart.

Das Wissenschaftsfestival könnt Ihr von 26. Juni bis 6. Juli 2019 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt besuchen.