Startup Trendreport Deutschland München ist B2B-Hauptstadt und in Berlin steppt der Bär

Der neue »Startup Trendreport«, der vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) in Kooperation mit Statista veröffentlicht wurde, legt seinen Fokus auf die regionalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten im deutschen Start-up-Ökosystem.

Das sind die Stärken regionaler Start-up-Hotspots

Der »Startup Trendreport« zeigt, dass regionale Start-up-Ökosysteme ihre Stärken nutzen müssen: Vor allem die Start-ups in Süd- und Westdeutschland zeichneten sich, laut Report, durch einen starken Fokus auf B2B-Kunden (München ist mit 75 Prozent Umsatzanteil B2B-Hauptstadt in Deutschland) und die häufige Einbindung in regionale Cluster aus (46 Prozent der westdeutschen Start-ups sind Mitglied eines Clusters – in Berlin nur 25 Prozent).

Berlin nimmt weiterhin eine Sonderstellung ein: Berliner Start-ups haben häufig eine höhere Zahl an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und zeigen eine deutlich stärkere Wachstumsorientierung als Start-ups in anderen Regionen (53 Prozent der Berliner Startups gegenüber 44 Prozent der Start-ups bundesweit).

Gründer erwarten mehr von der Politik

Von der Politik wünschen sich die Jungunternehmer mehr Handlungsmöglichkeiten. So heißt es in dem Report: »Für die Förderung des Gründungsstandortes Deutschland und der Bundesländer erhalten Bund und Länder durchwachsene Noten. Durchschnittlich werden die Landesregierungen mit 3,6 bewertet. Die Bundesregierung erhält wiederum die Note 4,0, also ausreichend. Dabei erwarten 73 Prozent der deutschen Start-ups von der deutschen Bundesregierung einen Abbau von Regulation und Bürokratie. 42 Prozent erhoffen sich Unterstützung bei der Kapitalbeschaffung.«

Schule muss digitaler werden

Sascha Schubert, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer des Startup-Verbandes: »Der Startup Trendreport belegt, dass jedes regionale Start-up-Ökosystem in Deutschland seine ganz eigenen Stärken besitzt. Anhand der vergleichenden Auswertung der Daten aus dem deutschen Startup-Monitor machen wir diese Stärken sichtbar und leisten einen Beitrag dazu, die Regionen und Bundesländer für Start-ups noch attraktiver zu machen.«

Deutsche Gründerinnen und Gründer bewerten außerdem das Schulsystem mit der Note 5,0 und erwarten eine Stärkung digitaler Bildungsinhalte in den Lehrplänen. Um die Start-up-Kultur in Deutschland weiter voranzubringen, empfehlen die Teilnehmer der Umfrage: »Um die Finanzierung von Start-ups zu verbessern plädieren diese für die Weiterentwicklung bestehender Finanzierungsinstrumente für junge Unternehmen. Des Weiteren könnte die Einführung digitaler Bildungsinhalte an weiterführenden Schulen helfen, Jugendliche frühzeitig für digitale Berufsfelder zu begeistern und Deutschland als Start-up-Standort nachhaltig aufzuwerten.«