Ausbildungsprogramm Motiviert in den Job

Individuelle Begleitung motiviert.
Individuelle Begleitung motiviert.

Während des Studiums eine Partnerschaft mit einem Unternehmen einzugehen, bietet viele Vorteile. Was aber, wenn das gewählte Unternehmen individuelle Ziele, Ideen und Eigeninitiativen nicht berücksichtigt? Um das zu verhindern, setzt Würth Elektronik auf eine individuelle Betreuung durch Tutoren.

Bei der Wahl des Partnerunternehmens kommt es auf mehr an als auf die reine Vermittlung fachlicher Kompetenzen. Auch die persönliche Entwicklung darf bei einer qualitativ hochwertigen Ausbildung nicht vernachlässigt werden. Damit Studierende ihr Potenzial voll entfalten können, ist es wichtig, ihre Persönlichkeit, ihre Stärken und ihre Ziele in die Ausbildung einfließen zu lassen. Aus diesem Grund stellt Würth Elektronik seinen Studenten schon seit vielen Jahren erfahrene Tutoren zur Seite, die durch das Programm tutors@eiSos selbst gezielt ausgebildet werden. Es handelt sich dabei um ein Förderungsprogramm, das die Betreuungsqualität weiter steigern soll.

Einer der Tutoren ist Steffen Mütsch. Er ist 38 Jahre alt und kam im Rahmen eines Praxissemesters im Produktmanagement erstmals mit Würth Elektronik in Kontakt. Nach seinem Diplom entschied er sich, zu dem Unternehmen zurückzukehren. Heute ist er Head of Product Management, EMC & Inductive Solutions am Standort Waldenburg. Bereits seit zehn Jahren übernimmt er Zusatzaufgaben als Tutor.

»Als ich gefragt wurde, ob ich mich als Tutor um die Betreuung einiger Studenten kümmern möchte, habe ich sofort zugesagt. Aus eigener Erfahrung wusste ich noch, wie es ist, wenn man keinen wirklichen Ansprechpartner während der Ausbildung hat und einem Aufgaben und Projekte oft einfach zugeschanzt werden, ohne Rücksicht auf die persönlichen Stärken und Ziele. Mir war und ist es deswegen wichtig, unsere Studierenden so gut wie möglich zu begleiten, ihre Begabungen zu fördern oder versteckte Talente ans Tageslicht zu bringen – auch wenn das bedeutet, dass sie vielleicht in eine andere Abteilung wechseln, die ihnen mehr entspricht. Als Tutor bleibe ich ihnen natürlich trotzdem erhalten.«

Mütsch ist sich sicher, dass Studenten nur so ihr volles Potenzial entfalten können. Macht die Arbeit Spaß und motiviert, freut sich aber nicht nur der Studierende selbst. Das ganze Unternehmen profitiert von engagierten Mitarbeitern, die eigene Ideen einbringen und damit das Unternehmen gemeinsam voranbringen wollen.

Individuelle Begleitung motiviert

Genauso sieht es der 24-jährige Simon Baumann. Als er einen Partner für sein duales Studium mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik suchte, stieß er auf Würth Elektronik. Mehrere Unternehmen zeigten Interesse an dem damals frischgebackenen Abiturienten. Am Ende entschied er sich jedoch für Würth Elektronik. Den Ausschlag gab das Bewerbungsgespräch. »Mir gefiel besonders der aktive Part meines zukünftigen Vorgesetzten. Es wurde spürbar viel Wert darauf gelegt, dass wir zusammenpassen. Mir saß ein tolles Team gegenüber, das Potenzial in mir gesehen hat. Und mir gefiel es, dass es darum ging, gemeinsam einen Weg zu beschreiten und nicht einfach nur Anweisungen unreflektiert auszuführen.«

Das war 2014. Im vergangenen Jahr schloss Baumann sein Studium erfolgreich ab. Seither ist er für das Unternehmen im Außendienst tätig: »Das ist mein Traumberuf. Elektrotechnik ist meine Leidenschaft, aber der Kontakt zu Menschen war mir dabei schon immer sehr wichtig. Ich freue mich, wenn ich mit unserem Team die Probleme der Kunden lösen kann.«

Aber welche Rolle spielte dabei das Tutorenprogramm? Laut Baumann eine große: »Mein Tutor Steffen Mütsch hat mich immer dabei unterstützt, die Richtung einzuschlagen, in die ich gehen wollte. Die Projekte durfte ich mir im Normalfall aussuchen und viele habe ich sogar selbst angestoßen. Als dualer Student im Produktmanagement habe ich unsere Produkte außerdem von Grund auf kennengelernt und das kommt mir jetzt zugute.«

Verantwortung lernen

Mit so vielen Freiheiten geht auch viel Verantwortung einher. So lebt man es auch bei Würth Elektronik: Fehler dürfen passieren, doch müssen die Studierenden auch die Verantwortung dafür übernehmen. Nur so lernen sie, eigenverantwortlich zu handeln. Die Tutoren unterstützen die Studenten dabei durch entsprechende Hilfe und Feedback-Gespräche. »Voraussetzung dafür ist natürlich ein Umfeld, das Fehler überhaupt erst zulässt. Würth Elektronik verfolgt diese Philosophie. Wir wollen, dass die Studenten an ihren Fehlern wachsen, sowohl fachlich als auch persönlich«, sagt Mütsch.

Die Tutoren sind als Ansprechpartner aber nicht nur für die fachliche Wissensvermittlung und Förderung individueller Stärken und Neigungen verantwortlich. Auch über die Unternehmenskultur können Studierende viel von ihren Tutoren lernen. Würth Elektronik pflegt eine offene Kultur, in der man sich auf Augenhöhe begegnet – egal wie alt das Gegenüber oder wie lange dessen Unternehmenszugehörigkeit ist. Baumann führt das näher aus: »Das ermöglicht es, sich schnell ein Netzwerk innerhalb des Unternehmens aufzubauen, wodurch man immer wieder neuen Input erhält. Der respektvolle Umgang miteinander wird auch von einem selbst erwartet. Natürlich werden Projekte besprochen, es gibt regelmäßig Bewertungs- und Feedback-Gespräche. Aber wenn etwas nicht passt, kann und soll das auch jederzeit thematisiert werden. Konflikte werden angesprochen und es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht«.

Förderung für Studenten – und Tutoren

Tutoren zeichnen sich im Gegensatz zu Ausbildern dadurch aus, dass sie die Studierenden über sämtliche Bereiche ihrer Ausbildung hinweg begleiten. Sie sind Ansprechpartner und Bezugsperson in fachlichen, aber auch in persönlichen Fragen. Dadurch lernen Tutoren ihre Studenten viel besser kennen, können auf ihre Bedürfnisse stärker eingehen und sie entsprechend individuell fördern – zum Beispiel, indem sie auf bestimmte Projekte oder Chancen im Unternehmen aufmerksam machen. In Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur schafft das eine Umgebung, die den Studenten vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung stellt, sich auf fachlicher, persönlicher und sozialer Ebene zu entwickeln. Wie sie diese Möglichkeiten nutzen, entscheiden sie aber letztendlich selbst.

Aber nicht nur für die jungen Talente, auch für die Tutoren selbst ist das Programm eine Möglichkeit, sich zu entwickeln. Tutors@eiSos ist ein Förderungsprogramm, das 2017 initiiert wurde und das Ziel verfolgt, Tutoren bei ihrer Arbeit zu unterstützen und die Betreuungsqualität weiter zu steigern. Verschiedene Workshops und Trainings bilden Tutoren in ihrer Rolle weiter und sorgen für eine hohe Qualifizierung. Gleichzeitig ist tutors@eiSos eine Plattform für Tutoren, über die sie sich untereinander austauschen können.

Auch Mütsch ist überzeugt davon: »Durch die Arbeit als Tutor lerne ich viel – über andere Menschen, aber auch über mich selbst. Das half mir zu erkennen, dass ich mich in einer Führungsposition wohlfühle. Außerdem konnte ich meine Führungsqualitäten und meinen Führungsstil entwickeln, der in erster Linie durch individuelle Begleitung geprägt ist. So gesehen war es auch ein Sprungbrett für meine eigene Karriere.«

Ziel erreicht

Das Konzept des Tutorenprogramms von Würth Elektronik, das auf Wertschätzung und individueller Förderung basiert, zahlt sich aus: Die meisten Studenten und Auszubildenden bleiben gerne und die Übernahmequote ist hoch. »Natürlich wäre ich auch ohne diese individuelle Betreuung irgendwie meinen Weg gegangen«, ist sich Baumann sicher. »So war er aber geradliniger. Die Begleitung hat mir auf jeden Fall dabei geholfen, meine Stärken zu erkennen und sie gezielt einzusetzen.«

Über die Würth Elektronik eiSos Gruppe

Die Würth Elektronik eiSos Gruppe ist Hersteller elektronischer und elektromechanischer Bauelemente für die Elektronikindustrie und Technologie-Enabler für zukunftsweisende Elektroniklösungen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 8300 Mitarbeiter und hat im Jahr 2018 einen Umsatz von 848 Millionen Euro erwirtschaftet. Würth Elektronik eiSos ist einer der größten europäischen Hersteller von passiven Bauteilen und in 50 Ländern aktiv. Fertigungsstandorte in Europa, Asien und Nordamerika versorgen die weltweit wachsende Kundenzahl.

Das Produktprogramm umfasst EMV-Komponenten, Induktivitäten, Übertrager, HF-Bauteile, Varistoren, Kondensatoren, Widerstände, Quarze, Oszillatoren, Power-Module, Wireless Power Transfer, LEDs, Sensoren, Steckverbinder, Stromversorgungselemente, Schalter, Taster, Verbindungstechnik, Sicherungshalter sowie Lösungen zur drahtlosen Datenübertragung. Das Unternehmen ist Technologiepartner des Formel-E-Teams Audi Sport ABT Schaeffler und unterstützt außerdem die Formula-Student-Rennserie.