Bezahlen im Internet Kryptowährungen als Chance?

Bitcoin und Co. werden immer beliebter. Eine Umfrage des Bitkom ergab, viele sehen Chancen aber auch Risiken.
Bitcoin und Co. werden immer beliebter. Eine Umfrage des Bitkom ergab, viele sehen Chancen aber auch Risiken.

Bezahlen im Internet wird immer beliebter – auch mit Bitcoin und Co. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Nutzt Ihr bereits digitales Geld oder zahlt Ihr lieber noch in bar?

Sind Kryptowährungen dafür geeignet schnell und günstig im Internet zu bezahlen oder dienen sie eher der Spekulation für Finanzinvestitionen? Fragen rund um Bitcoin und Co. hat der Digitalverband Bitkom in einer Umfrage 1000 Bundesbürgern ab 16 Jahren gestellt. Viele sehen Chancen, aber auch Risiken im Umgang mit digitalen Währungen.

Zumindest haben zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) bereits von Kryptowährungen gehört oder gelesen. Allerdings beklagt die Mehrheit, dass sie lediglich etwas für Spekulanten seien. Jeder Zweite findet allerdings, dass Kryptowährungen schnellere und billigere Geldtransfers ermöglichen und das Bezahlen von Kleinstbeträgen im Internet einfacher machen können. Viele scheinen jedoch digitales Geld mit Glücksspiel zu verbinden, bei dem der Nutzer viel verlieren kann. Allerdings bieten sich auch Chancen, gerade im Internet of Things (IoT)-Bereich, meint Patrick Hansen vom Bitkom.

Bezahlen per Messenger

Ein weiterer Kritikpunkt der Befragten ist die schwierige Handhabung von Kryptowährungen. Über 60 Prozent finden sie zu kompliziert. Vielen wären dem digitalen Geld gegenüber aufgeschlossener, wenn sie per Messenger zahlen könnten. Hansen erklärt: »In der Vergangenheit haben sich Kryptowährungen stark an Technikinteressierte gerichtet. Wir werden in Zukunft digitale Währungen erleben, bei denen der Umgang nicht komplizierter sein wird als mit traditionellem Geld – im Zweifel eher einfacher«.

Eine Vereinfachung von Kryptowährungen und der Bezahlmethoden – das wünschen sich viele. Ein Konsortium um Facebook will das ändern und einen neue Währung, den »Libra« etablieren. Er soll an Staatsanleihen und traditionelle Gelder gekoppelt sein und deshalb nicht so starken Schwankungen unterliegen wie digitale Währungen. Doch viele Befragte finden das nicht gut: Sie fürchten, dass mit dem Libra bestimmte Technik-Konzerne noch mehr Macht erlangen. Jeder Zweite findet, dass ausschließlich Notenbanken Geld ausgeben sollten.