Forschung im Bereich Wasserstoff Fraunhofer entwickelt Brennstoffzellen-Fahrrad

Der E-Gepäckträger mit Brennstoffzellensystem wiegt nur 3,3 kg und kann auf nahezu jedes Fahrrad montiert werden.
Der E-Gepäckträger mit Brennstoffzellensystem wiegt nur 3,3 kg und kann auf nahezu jedes Fahrrad montiert werden.

Die Nachfrage nach Elektrofahrrädern und Pedelecs steigt. Gerade in der Stadt sind die Bikes eine gute Alternative zum Auto. Das Fraunhofer ISE hat nun ein Rad entwickelt das in puncto Leistung und Reichweite neue Maßstäbe setzt.

Am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE geht es nicht nur um Solarbetrieb. Im Projekt »LiteFCBike« entwickeln  Forscher  ein Brenstoffzellensystem für Elektrofahrräder. Als Basis dient dabei der Antrieb »Conodrive« des Entwicklers José Fernandez: ein nachrüstbarer Antriebssatz, der über eine Antriebsrolle das Hinterrad antreibt. Am Ende soll ein leichtes und benutzerfreundliches  System entstehen.

Der  Antrieb besteht aus einer  Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzelle (PEMFC), die auch in Automobilanwendungen zum Einsatz kommt. Sie besteht aus zwei Brennstoffzellen-Stacks mit offener Kathode – ein flüssiger Kühlkreislauf entfällt. Ein sogenanntes Fluidik-Modul verbindet dabei alle Bauteile miteinander und macht Rohre und Verbinder überflüssig. Als Tank fungieren Metallhybrid-Kartuschen, die mit einem Klein-Elektrolyseur befüllt werden. Im Nennbetrieb produzieren die Brennstoffzellen eine elektrische Leistung von 70 W. Damit wird ein Pufferakku aufgeladen, der in der Unterstützungphase die von Pedelecs gewohnten 250 W zur Verfügung stellt. Der Netto-Energiegehalt einer Betankung beträgt etwa 270 kWh. Das gesamte Antriebssystem ist etwa so groß wie ein 15-Zoll-Notebook und wiegt, mit Gepäckträger, 3,3 kg. Das Brennstoffzellen-Bike kann auf der Hannover Messe auf dem Gemeinschaftsstand Hydrogen + Fuel Cells Europe in Halle 27, Stand C58 begutachtet werden.