Weltraumforschung Auf zum Marsmond!

Das DLR übernimmt die Entwicklung des Rovergehäuses, des robotischen Fortbewegungssystems sowie eines Spektrometers und eines Radiometers.
Das DLR übernimmt die Entwicklung des Rovergehäuses, des robotischen Fortbewegungssystems sowie eines Spektrometers und eines Radiometers.

Ganze zwei Monde hat der Planet Mars – Phobos und Deimos. Die beiden ehemaligen Asteroiden sind noch unerforscht. Ein gemeinsames Weltraumprojekt soll das nun ändern.

Mit der japanischen Mission »Martian Moons exploration« (MMX) soll einer der beiden Marsmonde Phobos oder Deimos erforscht werden. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist beteiligt. Der Start der Mission ist für 2024 geplant, 2025 soll der Eintritt in den Marsorbit folgen und 2029 soll die Rückführung von Proben auf die Erde stattfinden. Mit dabei: Ein deutsch-französischer Rover, der auf einem der beiden Monde landen und die Oberfläche erforschen soll. Die Forscher erhoffen sich durch die Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

Unterstützt wird die japanische Raumfahrtagentur JAXA vom DLR und der französischen Raumfahrtagentur CNES. Auf der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget bei Paris haben die Partner dazu ein Abkommen unterzeichnet, die die Beteiligungen regelt. Das DLR stellt unter anderem wissenschaftliche Erkenntnisse über die Marsmonde zur Verfügung und ermöglicht Tests in den Anlagen des DLR.

Bau des Rovers

Entwickelt und gebaut wird der Marsrover zusammen mit der CNES. Das DLR übernimmt insbesondere die Entwicklung des Rovergehäuses, des robotischen Fortbewegungssystems sowie eines Spektrometers und eines Radiometers, die die Oberflächenbeschaffenheit messen. Ein Kamerasystem sowie das zentrale Service-Modul des Rovers wird hingegen vom CNES entwickelt.

Die Forschungspartner erhoffen sich ähnliche Erfolge wie mit der Mission Hayabusa 2, die dieses Jahr erfolgreich zu Ende ging. Erforscht wurde dabei der Asteroid Ryugu – ein Rover sendete spektakuläre Bilder einer Landschaft mit Geröll, Steinen und fast ohne Staub zur Erde.