Entwicklerwettbewerb von Microsoft AI for Good: Idea Challenge

Bis zum 26. Juni 2019 können KI-Projekte bei Microsoft eingereicht werden, um ein Azure-Guthaben zu gewinnen.
Bis zum 26. Juni 2019 können KI-Projekte bei Microsoft eingereicht werden, um ein Azure-Guthaben zu gewinnen.

Künstliche Intelligenz soll dem Menschen dienen. Damit das nicht nur ein politischer Slogan bleibt, zeichnet Microsoft die beste KI-Idee aus. Entwickler können ihre Ideen noch bis Ende Juni einreichen und ein Azure-Guthaben von bis zu 10.000 US-Dollar gewinnen.

Es ist kein abgeschlossenes Projekt notwendig, um an dem Wettbewerb »AI for Good: Idea Challenge« teilzunehmen. Zwar richtet sich die Challenge hauptsächlich an Entwickler und Datenwissenschaftler, doch die Teilnehmer können auch einfach nur Studenten sein oder leidenschaftlich an KI-Themen interessiert sein. Was hier zählt ist die Idee selbst.

Diese Ideen können gewinnen

Die Herausforderung besteht darin, eine Idee zu entwickeln, die KI zum Wohle der Allgemeinheit einsetzt, etwa zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit oder zur Stärkung von Menschen mit Behinderungen. Die eingereichten Ideen werden von einem Gremium von Microsoft-Experten bewertet, das auf der Originalität der Idee und ihrem potenziellen Einfluss auf die Gesellschaft (50 Prozent), der Machbarkeit (20 Prozent) und der Komplexität der Implementierung (30 Prozent) basiert.

Wer ein Microsoft Azure Guthaben gewinnen möchte und dazu entweder ein Surface Book 2, Nvidia GPU Quadro K6000 oder eine XBOX-One, kann bis zum 26. Juni 2019 hier teilnehmen und sein Projekt einreichen.

Im Fokus der bereits eingereichten Ideen: Arbeitserleichterung

Die ein oder andere Idee wurde im Microsoft-Blog bereits vorgestellt: Etwa das „Sketch 2 Code“: Sketch2Code ist eine KI-Anwendung, die handschriftliche Zeichnungen in funktionierende HTML-Prototypen umwandelt. Ein Designprozess beinhaltet eine Menge Kreativität, die auf einem Whiteboard beginnt, auf dem Designer Ideen austauschen. Sobald ein Design gezeichnet ist, wird es normalerweise in einem Foto festgehalten und manuell in einen funktionierenden HTML-Wireframe übersetzt, mit dem man in einem Webbrowser spielen kann. Dies erfordert Aufwand und verzögert den Designprozess. Was passiert, wenn das Design auf dem Whiteboard überarbeitet wird und der Browser Änderungen sofort berücksichtigt? In diesem Sinne gibt es am Ende der Sitzung einen Prototyp, der zwischen Designer, Entwickler und Kunde validiert wurde.

Eine weitere KI-Anwendung ist eine Art Hausaufgabenhilfe. Wer kennt es nicht: Man hat eine Frage und muss sich auf der Suche nach der Antwort erst einen ganzen Text durchlesen, obwohl die eine kleine Antwort gereicht hätte. Machine Reading kann dabei helfen wenn es schnell gehen soll. Mit Hilfe einer neuartigen neuronalen Netzwerkarchitektur namens ReasoNet (Reasoning Network) konnten Microsoft-Forscher den Inferenzprozess menschlicher Leser nachahmen. Mit einer Frage im Hinterkopf liest ReasoNets ein Dokument wiederholt und konzentriert sich dabei jedes Mal auf verschiedene Teile des Dokuments, bis eine zufriedenstellende Antwort gefunden oder gebildet wird.