Zwei Scopes - mehr Kanäle

Mit einem Zusatzgerät lassen sich zwei Oszilloskope der LeCroy-Serie WaveMaster 830 Zi so kombinieren und synchronisieren, dass sich die doppelte Kanalzahl mit Bandbreiten bis 30 GHz erfassen lässt.

Eigentlich können die Vierkanal-Scopes der Serie WaveMaster 830 Zi nur in zwei Kanälen mit der Bandbreite von 30 GHz arbeiten (also halbe Kanalzahl verfügbar), doch ein neues Zusatzgerät als Option erlaubt die Kombination zweier dieser Oszilloskope, so dass man letztlich vier Kanäle mit diesen hohen Bandbreiten erfassen kann. Oder auf acht Kanälen Signale von 4 GHz bis 16 GHz.

Die Idee der Kombination zweier Scopes ist bislang im Oszilloskop-Markt auf diese Weise nicht realisiert worden, allerdings ist sie für bestimmte Anwendungen sicher sinnvoll.

Und diese Kombination verändert natürlich nichts an der Tatsache, dass bei Interleaving-Technologien in Vierkanal-Scopes die Kanalzahl auf zwei halbiert wird und dass dann eben logischerweise zwei Scopes zur Erfassung von vier Kanälen benötigt werden.

Doch hier ist dann die Synchronisierung und Triggerung der zwei Geräte das Problem, das mit der neuen Option angegangen wird.

Und so besteht diese Option aus einem kleinen Hardware-Modul, das an eines der beiden Oszilloskope angeschlossen wird. Einmal angeschlossen identifiziert es sein Oszilloskop als Master für die Signalanzeige und die Fixierung der Einstellungen.

Dann sind, so LeCroy, nur noch einige Kabel an beiden Oszilloskopen für die Trigger-Synchronisation, das Clock Sharing und für Datentransfers zwischen Master- und das zweite Slave-Oszilloskop anzuschließen.

Das Triggern beider Oszilloskope erfolgt durch einen Auto-Trigger-Modus oder durch Einspeisung eines externen Triggersignals. Nach dem erfolgreichen Triggern werden die Signale beider Oszilloskope auf dem einen Master-Oszilloskop dargestellt. Vier Kanäle sind sichtbar.

Der komplette Aufbau dieser Scope-Kopplung benötigt, so LeCroy, nur wenige Minuten Zeit.