Management automatisierter Datenanalysen Wie hilft ein Testprozess-Managementsystem?

Testprozess-Managementsystem

Während der DataFinder entsprechende Trigger für den Analysis Server anhand von Metainformationen aus Dateien generiert, sind im Testprozesskontext oft komplexere Zusammenhänge auslösend für Analyse-Aufträge

Der Testprozess lässt sich in die Phasen Definition, Planung, Durchführung, Analyse und Berichterstellung gliedern (Bild 2). Anhand von Aufträgen an die ausführende Abteilung werden Tests definiert, das heißt beschrieben, was mit welchen Methoden wie getestet werden soll. In der Planung werden den Testbeschreibungen konkrete Ressourcen (Prüflinge, Prüfstände etc.) zugeordnet und zeitlich eingeplant. Die Durchführung findet außerhalb des TPMS auf den ausgewählten Prüfständen oder im Feld statt. Währenddessen können bereits Online-Daten in das System zwecks zeitnahem Feedback zurückgeführt werden.

Nach Testende werden zur Validierung automatisierte sowie interaktive Analysen auf den Ergebnisdaten im Kontext des jeweiligen Testprojekts mit Bezug zu allen relevanten Informationen (Prüfling, Normen etc.) ausgeführt. Aus der Gesamtheit aller Messdaten, Metainformationen und Analyseergebnisse werden abschließend in der letzten Phase Berichte erstellt, die die Ergebnisse zusammenfassen und kompakt bewerten.

Integration des Analysis Server in HyperTest

Der Analysis Server ergänzt HyperTest um eine Komponente, mit der automatisierte Analysen in den Workflow integriert und im Kontext des jeweiligen Testprojekts ausführt werden. HyperTest stellt dem Analysis Server die zu analysierenden Daten bereit. Die Parametrierung und Kommandierung des Analysis Server erfolgt über eine REST-Schnittstelle. Über dieselbe Schnittstelle werden Informationen über den Status der beauftragen Analysen abgefragt und dem Anwender im TPMS zur Verfügung gestellt.

Erstellen und Freigeben von Analysen

Um die Konsistenz der Daten zu wahren und ausschließlich validierte Analysen auf Testergebnisse anzuwenden, ist es erforderlich, die Konfiguration des Analysis Server sowie die Erstellung der Skripte einem wohldefinierten Workflow zu unterwerfen. Lokal interaktiv erstellte Analysen werden vom Anwender in das TPMS hochgeladen. Hierbei kann angegeben werden, in welchem Kontext – also für welche Art von Test, Projekt oder Dateiformat etc. – die Analyse wann angewendet werden soll.

Das neue Skript wird nun einem Methoden-Ingenieur zur Freigabe angezeigt. Er prüft die Funktion, nimmt gegebenenfalls Änderungen vor, überstellt das Skript zur Überarbeitung zurück an den Anwender und gibt es schließlich frei. Hierbei wird das Skript mit den entsprechenden Schritten im Workflow verknüpft, sodass es automatisiert beim Eintreten der entsprechenden Situation ausgeführt wird. Trigger für Analysen können nun über die Automatik des Analysis Server im Zusammenspiel mit dem DataFinder hinaus auch komplexere Zusammenhänge im Kontext des Testprozesses sein. Außerdem ist die Validierung der Skripte und somit Korrektheit und Konsistenz der Analyseergebnisse durch einen im TPMS überwachten Workflow gewährleistet.