Teledyne LeCroy Verlagerung der Europazentrale von Genf nach Heidelberg

Teledyne LeCroy hat seine europäische Firmenzentrale von Genf nach Heidelberg verlegt.
Auf über 1000 m2 arbeiten die rund 45 Mitarbeiter von Teledyne LeCroy nun in der 3. und 4. Etage der neuen europäischen Firmenzentrale in Heidelberg.

Der US-Messtechnik-Spezialist Teledyne LeCroy hat sich entschieden, das europäische Hauptquartier aus der Schweiz nach Deutschland zu verlegen. Was steckt dahinter?

Schon seit 1976 ist Teledyne LeCroy mit seiner deutschen Niederlassung in Heidelberg ansässig. Nun hat sich die Gelegenheit ergeben, innerhalb des gleichen Gebäudes zusätzliche Fläche anzumieten. Damit wird sich am Standort Heidelberg die genutzte Fläche um den Faktor drei auf rund 1000 m2 und die Mitarbeiterzahl um den Faktor 2,5 auf 45 erhöhen. Bis dato befanden sich in Heidelberg Vertrieb und Support für den deutschsprachigen Raum. Mit der Erweiterung wird auch das europäische Service-Center sowie die gesamte Verwaltung für die Region EMEA nach Heidelberg verlegt. Das europäische Service-Center ist neben der Beratung von Kunden auch für die Kalibration, Reparatur und Aufrüstung der messtechnischen Geräte eigener Produktion zuständig. Zwischen 60 bis 70% der erfahrenen Servicetechniker sind von Genf nach Heidelberg mitgezogen und sorgen für Kontinuität in der Service-Qualität.

Die wesentlichen Gründe für den Umzug von Genf nach Heidelberg liegen nach Angaben des Unternehmens in der starken Aufwertung des Schweizer Frankens und der stetig steigenden Bedeutung des deutschen Markts, der mittlerweile 40 % des Europageschäfts ausmacht. Dort will man näher an den Kunden sein. Zudem drängt seit 2012 mit R&S ein deutscher Konkurrent auf den Markt, dem man mit diesem Schachzug Paroli bieten möchte.

Bilder: 7

Teledyne LeCroy zieht in die neue Europazentrale.

Verlagerung der Europazentrale nach Heidelberg

Der heute für seine Oszilloskope bekannte Hersteller Teledyne LeCroy wurde 1964 gegründet und entwickelte damals eigentlich Digitizer und Erfassungssysteme für die Teilchenphysik. Dies erklärt auch, warum LeCroy 1972 als ersten Europäischen Firmensitz Genf in unmittelbarer Nähe des CERN wählte. Diese Produkte verloren dann mit der Entwicklung des ersten eigenen Oszilloskops, der 9400-Serie im Jahr 1985, zunehmend an Bedeutung. Das europäische Hauptquartier blieb in Genf. Mit der Verlagerung nach Heidelberg bleibt aber für die Schweizer Kunden eine Niederlassung in Genf bestehen.