Protokollanalyse Umfassende Bus-Analyse muss nicht teuer sein

Die LIN-, CAN-, I2C-, SPI- und UART/RS-232-Protokolldecodierung kann mit Optionen zu den HMO-Mixed-Signal-Scopes kostengünstig erledigt werden.

Mit einer Option für die Mixed-Signal-Scopes der HMO-Serie bietet Hameg nun auch zu recht günstigem Preis die Protokollanalyse für LIN und CAN. Zusammen mit weiteren optionalen Zusätzen zur Decodierung von I2C, SPI und UART/RS-232 stehen damit für die Industrie umfassende Diagnose-Tools zur Verfügung.

Die neue Option nennt sich HOO12, und sie erlaubt  das Triggern und Dekodieren von CAN- und LIN- Protokollen für weniger als 500 Euro. Zusammen mit den Optionen HOO10/11 für I2C, SPI und UART/RS-232 hat Hameg somit für die meisten Anwender der Automobil-, Medizintechnik-, Luftfahrt- und Automatisierungsindustrie eine praxisgerechte Toolbox für die Entwicklung von Embedded-Systemen.

Gedacht sind diese Protokolldecoder-Zusätze für die Oszilloskope der HMO-Serie, welche 2010 und 2012 von den Lesern der Elektronik zum "Produkt des Jahres" gewählt wurden - diese Scopes können sogar zwei CAN Busse gleichzeitig dekodieren und eignen sich daher insbesondere für Systementwickler.

Für alle Protokolle wurde eine Tabellendarstellung der dekodierten Werte implementiert, die in einer Zeile die kompletten Informationen eines Nachrichtentelegrammes darstellen. Spezielle Triggereigenschaften erlauben dabei die gezielte Isolierung einzelner Nachrichten. Hilfreich ist auch die für individuelle Messaufgaben mögliche Beschriftung der 2 bzw. 4 analogen und der 8 bzw 16 digitalen (Logik-) Kanäle. Wer hauptsächlich an der Protokollebene interessiert ist, kann selbst mit dem günstigsten Oszilloskop der HMO Serie, dem 70-MHz-HMO722 und der CAN-Option, diesen Bus für weniger als 1.700 Euro analysieren.

Passend für die Protokollanalyse des CAN-Busses gibt es auch einen 200-MHz-Differenztastkopf unter der Bezeichnung HZO40 und einen 800-MHz-Differenztastkopf mit Namen HZO41. Beide sind durch geringe Prüflings-Belastung (3,5pF bzw. 1pF Eingangskapazität, 1 MOhm bzw. 200 kOhm Eingangswiderstand), eine Vielzahl praktischen Zubehörs und flexible Stromversorgungsmöglichkeiten charakterisiert. Kombiniert mit dem entsprechenden Oszilloskop der HMO-Serie (oder jedem anderen Oszilloskop) lassen sich mit diesen Tastköpfen viele Messungen differentieller Signale realisieren, ohne das Signal durch die Tastkopf-Last merklich zu verfälschen. Erhältlich sind diese Probes zu einem Listenpreis von 1.250 bzw. 2.150 Euro.