Actuator 2016 Treffpunkt der Aktorik-Szene

Zur diesjährigen Actuator kamen 260 Teilnehmer aus 23 Ländern.
Zur diesjährigen Actuator kamen 260 Teilnehmer aus 23 Ländern.

Aktoren sind heute hochpräzise Nanopositioniersysteme, die aus alltäglichen Anwendungen im Kfz oder Smartphone und aus der industriellen Fertigung nicht mehr wegzudenken sind. Auf der zweijährlich stattfindenden Konferenz Actuator stehen die neuesten Trends rund um die Miniatur-Antriebe im Fokus.

Im Juni 2016 fand zum 14. Mal die Actuator, die „International Conference on New Actuators“, in Bremen statt. 260 Teilnehmer aus 23 Ländern diskutierten über den neuesten Stand der Technik, der in 135 Konferenzberichten – bestehend aus 86 Vorträgen und 49 Postern – präsentiert wurde. Das Spektrum der 14 Sessions über miniaturisierte Antriebe reichte von Piezoaktoren über elektromagnetische Kleinstantriebe, Formgedächtnisaktoren, magnetorheologische Aktoren und magnetostriktive Aktoren bis hin zu Polymeraktoren einschließlich der zugehörigen Anwendungen.

Die Actuator wurde 1988 von der damaligen Geschäftsstelle Bremen des VDI/VDE-Technologiezentrums Informationstechnik (heute VDI/VDE Innovation + Technik) ins Leben gerufen und im Jahr 1997 an die Messe Bremen übergeben. Die Aktorik-Gemeinschaft trifft sich immer im Juni der geradzahligen Jahre in Bremen. Erwähnenswert ist der von Beginn an hohe Anteil an Industrievertretern unter den Teilnehmern, der regelmäßig bei etwa 50 % liegt.

Erfolg durch Miniaturisierung

Im Fokus der Konferenz sowie der begleitenden Ausstellung standen schon immer Kleinst- und Mikroaktoren auf der Basis intelligenter Werkstoffe, deren mechanische Eigenschaften wie zum Beispiel Länge, Federkraft oder Viskosität durch äußere elektrische oder magnetische Felder gesteuert werden. Die Actuator konnte dazu beitragen, die damals noch unkonventionellen Technologien weltweit populär zu machen, was zu einem deutlichen Miniaturisierungsschub in der Aktorik geführt hat.

Ohne die hochpräzisen Nanopositioniersysteme wären viele High-Tech-Produkte in der Optik, in Hochleistungsfestplatten und in Belichtungsanlagen für Halbleiterchips sowie die weit verbreiteten Autofokussysteme in Kameraobjektiven nicht möglich. Im Automobil konnten mit Hilfe der aktuellen Aktoren in Einspritzsystemen für Kraftstoffe und in Systemen zur aktiven Schwingungsdämpfung die Umweltbilanz und der Komfort verbessert werden.

Konferenzbeiträge zum Download

Seit 1992 prägt Dr. Hubert Borgmann als Veranstalter und Herausgeber der Tagungsbände die Actuator. Die mehr als 2200 Konferenzbeiträge wurden auf nahezu 12.000 Seiten veröffentlicht. Seit 1998 gibt es die Beiträge zusätzlich in digitaler Form und die Einzelbeiträge aus den Jahren 1998 bis 2012 stehen kostenlos zum Download bereit. Die Gesamtwerke und die Einzelbeiträge der Jahre 2014 und 2016 sind zwar kostenpflichtig, es sind jedoch kostenfreie Auszüge als Appetitanreger erhältlich: Jeweils die erste Seite eines Beitrags ist für jeden sichtbar, der vollständige Beitrag kann gegen Bezahlung heruntergeladen werden.

Seit 2010 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der GMM und der Actuator. So ist das Programmkomitee der Actuator der Fachausschuss 3.6 der GMM und die GMM ein ideeller Träger der Konferenz. Sowohl die Actuator als auch die GMM beabsichtigen, die Zusammenarbeit in Zukunft weiter zu intensivieren.

Ihr 30-jähriges Bestehen feiert die Konferenz mit der nächsten Actuator, die vom 25. bis 27. Juni 2018 stattfindet – natürlich wieder in Bremen. Weitere Informationen zu der Veranstaltung sind auf www.actuator.de zu finden.

 

Die GMM 
GMM MitgliederinfoDie GMM ist die bedeutendste unabhängige, wissenschaftliche Organisation auf dem Gebiet der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik im deutschsprachigen Raum.
Als Medienpartner berichtet die Elektronik regelmäßig über die Aktivitäten des Verbands.