Forschungskooperation für 6G-Mobilfunk Terabit durch Terahertz

Signalgenerator im Forschungsaufbau für Übertragungen im 300 GHz-Frequenzband.
Signalgenerator im Forschungsaufbau für Übertragungen im 300 GHz-Frequenzband.

Rohde & Schwarz forscht mit den beiden Fraunhofer-Instituten HHI und IAF an Terahertz-Datenübertragung für 6G. Angestrebt werden Datenraten im Terabit-Bereich.

Im Forschungsprojekt ist bereits ein drahtloses Übertragungssystem entstanden. Es arbeitet zwischen 270 und 320 GHz. Weitere für 6G relevante Frequenzbereiche befinden sich laut Rohde & Schwarz aktuell in Vorbereitung.

6G-fähige HF-Chips werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) entwickelt. Signalverarbeitung, Synchronisation zwischen Sender und Empfänger sowie Systemintegration finden in der HF-Abteilung des Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik (HHI) statt. Die gemeinsame Forschungsarbeit wird sich  hauptsächlich auf das D-Band (150 GHz) und das H-Band (300 GHz) konzentrieren. Oberhalb des H-Bandes müssen die Trägerfrequenzen erst noch grundlegend erforscht werden.

THz-Band für höhere Bandbreite

Mit der sechsten Mobilfunk-Generation sollen die Übertragungsraten im Vergleich zu 5G weiter erhöht werden. Welche Funktechnik dafür genutzt wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass noch größere Bandbreiten als bei 5G nötig sein werden. Und die stehen laut dem Münchner Messtechnikhersteller nur oberhalb von 100 GHz zur Verfügung.

Der gemeinsam entwickelte Demonstrator ist ein System für Kanalmessungen und Übertragungsexperimente im 300-GHz-Frequenzband mit maximal 2 GHz Bandbreite. Vorgestellt wurde es auf der European Microwave Week in Paris. Eine breite Einführung von 6G-Mobilfunk erwarten die Projektpartner innerhalb der nächsten acht bis zehn Jahren.