Mess-Sensorik Schwingungen großflächig und hochempfindlich erfassen

Eine Vielzahl von Anwendungen ergibt sich für die hochempfindliche Schwingungsanalyse mit Lichtleitern: das smart FOS-M-Konzept.

Ein neues, äußerst empfindliches Sensorsystem detektiert Schwingungen einer Lichtleiter-Faser im Mikrometer-Bereich. Die Länge der Faser kann bis zu einigen Kilometern betragen, so dass Schwingungs- und Geräuschanalysen großflächig realisiert werden können.

Entwickelt wurde das Sensorsystem von der OPTOcon AG in Dresden. Technische Basis ist die optische Speckle-Interferometrie in einer Glasfaser, mit deren Hilfe sich Bewegungen der Faserschleife im Mikrometerbereich detektieren lassen. Da die Länge des Lichtleiters mehrere km betragen kann, eignet sich das Konzept auch zur großflächigen Überwachung im Bereich der Geräusch- und Bewegungsanalyse bzw. der Sicherheitstechnik.

Denkbar sind auch Anwendungen in der Geologie, Bautechnik oder der Objekt- und Flächenüberwachung, und selbst großflächige Mikrofon-Strukturen sind im Bereich des Möglichen, so dass sich die Schwingungsanalyse und die Geräusch-Spektrum-Überwachung von Anlagen und technischen Geräten realisieren lässt. Die Ansprechschwellen können per Software verändert werden.

Da die Lichtleiter völlig nichtmetallisch sind, können sie auch schwer detektiert werden, zudem sind sie völlig unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Feldern.

Die Auswertemodule, die für dieses Verfahren konzipiert wurden, nennen sich smart FOS M (Motion), und sie werden über die USB-Schnittstelle von einem Rechner aus versorgt bzw. über eine separate Stromversorgung betrieben. Ein Analogausgang liefert die Schwingungs-Information. Empfindlichkeit und andere Parameter sind anwendungsspezifisch anpassbar.

Wie das Unternehmen mitteilt, sind Module zur faseroptischen Messung von Temperatur, Druck und Flüssigkeitsniveau bereits in Vorbereitung.