Riesen-Halle: EMV-Messungen an sehr großen Objekten

Mit einer neuen 10-m-Absorberhalle im bayerischen Straubing baut das Prüf- und Zertifizierungsunternehmen TÜV SÜD das Spektrum an EMV-Dienstleistungen weiter aus.

Ein Drehtisch mit 6 m Durchmesser und einer zulässigen mechanischen Last von bis zu 6 t bieten in der neuen Halle die Möglichkeit, auch große Maschinen, Fahrzeuge, Anlagen oder Komponenten zu prüfen.
In den neuen Prüfeinrichtungen in Straubing sind vollständige Messungen der Störaussendung und Störfestigkeit im Frequenzbereich von 30 MHz bis 18 GHz mit einer Messentfernung von bis zu 10 m möglich. Weitere Daten der neuen 10-m-Halle: ebenerdige Halleneinfahrt durch ein 4,2 x 4,2 m großes Tor; Speisung der Prüfobjekte: Netz-Drehstrom max. 63 A je Phase; DC-Versorgung 80 V/50 A , Einspeisung über Filter bis max. 1000 V DC/63 A; Druckluft,  Wasserzuführung und -ablauf sind vorhanden.

Die Halle bietet auch die Möglichkeit, den Service rund um die neue europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG weiter auszubauen und im Übrigen das gesamte Spektrum aller nationalen und internationalen Normen und Vorgaben abzudecken, auch die US-Normen.

So werden z.B. Tests nach der EMV-Richtlinie EU 2004/108/EG, der Reihe EN/IEC 61000-4 und Störaussendungsmessungen nach speziellen Produktnormen wie CISPR 11, CISPR 14 oder CISPR 22 durchgeführt. EMV-Prüfungen nach der Automotive-Richtlinie sowie Störaussendungsmessungen an Fahrzeugen nach CISPR 12 und CISPR 25 gehören ebenso zum Repertoire wie der Nachweis für die Einhaltung von Standards und Werksnormen der Kfz-Hersteller.

Eingebettet ist die Anlage, die eine Investition von 3 Mio. Euro darstellt, in das internationale EMV-Prüfungsnetz von TÜV SÜD mit Laborstandorten in Europa, Asien und den USA.